Wie schaffen Unternehmen gesunde Kulturen?

Shownotes

„Bestenfalls habe ich ein Unternehmen, wo die Leute reingehen – und wenn sie rausgehen, geht es ihnen besser oder zumindest nicht schlechter.“

Mentale Gesundheit ist längst kein Nischenthema mehr. Steigende Krankheitszahlen, Burnout-Fälle und lange Wartezeiten auf Therapieplätze zeigen deutlich: Viele Menschen stehen unter enormem Druck – und Unternehmen spüren die Auswirkungen immer stärker.

In der aktuellen Folge von Verhör(t) spricht Host Florian D. Weber mit Jonas Keil, Mitgründer von Nilo. Gemeinsam mit seinem Team unterstützt er Unternehmen dabei, mentale Gesundheit am Arbeitsplatz zugänglicher zu machen und Mitarbeitende frühzeitig zu unterstützen.

Im Gespräch geht es darum, warum psychische Belastungen in den vergangenen Jahren deutlich sichtbarer geworden sind, welche Rolle Social Media, globale Krisen und gesellschaftliche Veränderungen dabei spielen und weshalb viele Menschen erst dann Hilfe bekommen, wenn es eigentlich schon zu spät ist.

Gemeinsam sprechen sie über Prävention, psychologische Sicherheit und die Verantwortung von Unternehmen. Wie schafft man eine Arbeitsumgebung, in der Menschen offen über Belastungen sprechen können? Welche Rolle spielen Führungskräfte dabei? Und warum ist Vertrauen oft die entscheidende Grundlage dafür, dass Mitarbeitende sich überhaupt frühzeitig melden?

Außerdem erklärt Jonas, wie Nilo Unternehmen konkret unterstützt – von niedrigschwelligen psychologischen Angeboten bis hin zu Workshops und Formaten für Führungskräfte und Teams. Dabei wird deutlich: Mentale Gesundheit ist nicht nur ein menschliches Thema, sondern auch ein entscheidender Faktor für Leistungsfähigkeit, Produktivität und langfristigen Unternehmenserfolg.

Eine Folge über Vertrauen, Prävention und die Frage, wie Unternehmen gesunde Kulturen schaffen können.

Verhör(t) ist der True-Life Podcast für die Steuerbranche. In Geschichten aus dem echten Leben ist unser Ermittler Florian D. Weber spannenden Steuerthemen auf der Spur. Mal mehr, mal weniger alltäglich ermittelt er Umstände, Fakten, Hintergründe und Lösungsansätze seiner Gäste.

Verhör(t) ist eine Produktion des Haufe Steuer Office. Idee und Produktion: Florian D. Weber Schnitt: Florian D. Weber

Gerne habt ihr die Möglichkeit, euch mit Feedback, Anregungen, Wünschen und allen anderen Anliegen direkt an uns zu wenden. Schreibt dafür einfach an: steuer-office@haufe.de

Selbstverständlich freuen wir uns auch über eure positive Bewertung auf der Plattform, auf der ihr diesen Podcast gerade hört!

Weitere Infos zu Nilo findet ihr hier: https://nilohealth.com/de/

Transkript anzeigen

00:00:01: Hallo und ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Verhört.

00:00:04: Ich freue mich, dass ihr auch heute wieder mit dabei seid!

00:00:07: Heute spreche ich mit Jonas Keil.

00:00:10: Er ist Gründer von Nilo Health und gemeinsam mit seinem Team unterstützt er Unternehmen dabei mentale Gesundheit am Arbeitsplatz greifbarer und vor allem zugänglicher zu machen.

00:00:21: Wir sprechen heute darüber, warum psychische Belastungen längst kein Randthema mehr sind.

00:00:25: Weshalb Prävention häufig zu spät beginnt und welche Verantwortung Kanzleien und Unternehmen heute eigentlich tragen.

00:00:32: Freut euch auf ein Gespräch über mentale Gesundheit, Vertrauen und die Frage wie Kanzlei und Unternehmen ganz allgemein gesunde und leistungsfähige Arbeitsumgebungen schaffen können!

00:00:44: Mein Name ist Florian D. Weber.

00:00:45: ich bin Host und Moderator von Verhört und ich wünsche euch jetzt viel Spaß beim Gespräch Mit Jonas Keil.

00:00:57: Genau wir haben das Thema mentale Gesundheit am Arbeitsplatz und mit Nilo ist der Grundgedanke einfach, dass wir Unternehmen helfen, gesunde, resiliente, produktive... ... mal Kulturen und Mitarbeiter in eine Umgebung zu schaffen, wo das funktioniert.

00:01:33: Und die Mitarbeitenden zu unterstützen, dass sie das auch bleiben.

00:01:38: Wie wir auf das Thema gekommen sind war auch so ein bisschen wie das so oft ist... ... ein bisschen persönliche Hintergründe.

00:01:45: Ein sehr guter Freund von mir hatte damals recht stark Depressionen.

00:01:49: Ich habe das hier in Berlin mitbekommen.

00:01:50: einfach wie schwierig.

00:01:52: Das war ein Therapieplatz zu vielen Monaten lang.

00:01:56: Punkt eins, Punkt zwei aber auch das Thema Stigmatisierung, wie schwer es war für ihn darüber zu reden mit den Freunden sogar die besten Freunden darüber zu reden.

00:02:04: Und das war damals so der Punkt dann zu sagen hey dieser Markt passende Unterstützung in herausfordernden Zeiten zum Thema Metall und Gesundheit zu bekommen ist sehr schwierig fast überall in Deutschland.

00:02:17: sehr lange Wartezeiten ein sehr intransparenter Markt man weiß nicht wo man hingehen soll wie und was und gleichzeitig natürlich ... immer noch sehr stigmatisiert, insbesondere damals... ... im Jahr twohundneinzehn als wir gestartet sind.

00:02:31: Genau und das war dann der Stupser ... ... um sich dem Thema im Detail zu nähern.

00:02:36: Und wir haben da natürlich sehr schnell gemerkt,... ...das ist für die einzelnen Personen eine große Herausforderung,... ...aber natürlich auch übertragen auf die Unternehmen, wenn man sich anguckt.

00:02:46: Krankentage haben sich verdoppelt in den letzten zwanzig Jahren, Burnout-Raten schießen überall nach oben.

00:02:53: Also es ist ein Thema das einfach viel präsenter auch geworden ist für die Unternehmen und da ist einfach eine große Niede da.

00:02:59: Und vielleicht ein letzter Satz wir sitzen dann natürlich so charmant in der Mitte also bieten den Mitarbeitenden dann diese schnelle einfache kostenlose Unterstützung und helfen dadurch natürlich den Unternehmen einfach gesund und resilient zu sein Fehltage zu reduzieren etc...

00:03:17: Ich habe das vor ein paar Wochen schon mal hier im Podcast gesagt und bin total interessiert, wie deine Einschätzung dazu ist.

00:03:24: Denn auch unser Bundeskanzler Friedrich Merz hat dazu ja einen Take gemacht was Krankheitstage angeht und was Arbeit- und Produktivität angeht.

00:03:33: Und ich fasse es mal so zusammen wie ich's gerade noch im Kopf hab.

00:03:35: also er war ja oder er isst der Meinung dass wir in Deutschland alle immer wieder ein bisschen mehr arbeiten müssen und dass wir so ein bisschen zu viel krank sind.

00:03:42: Was macht es mit dir wenn du sowas hörst?

00:03:48: Also ich verstehe auf der einen Seite, wo er herkommt.

00:03:50: Ich habe schon auch – das muss ich ganz ehrlich sagen – also wir sprechen natürlich mit Hunderten von Unternehmen jede Woche und da sprechen wir auch mit Werksleitern, Werksgleiterinnen, mit Geschäftsführern... Und es gibt natürlich ein klein Teil, wo das vielleicht zutrifft, wo man das Gefühl hat… Es fehlt oft ja so'n bisschen ... eine Motivation, eine Leistungsbereitschaft.

00:04:16: Das ist einfach Feedback, dass ich ganz viel auch in Gesprächen höre.

00:04:19: Das is so ein kleiner Teil und der... ...is irgendwie da aber es wird dann medial wie jetzt in dieser Diskussion dahingestellt.

00:04:26: Es ist das natürlich der große Treiber und das ist der Hebel den wir haben damit wir noch vorne kommen als Land.

00:04:31: Und da würde ich ganz stark widersprechen.

00:04:33: also würde es sich sagen, das ist gar nicht existent und das ist nicht da.

00:04:38: Das kommt in den Gesprächen schon sehr häufig vor aber wir – und das natürlich das wofür wir mit Fnilo stehen – ist dass man einfach einen sehr großen Hebel dadurch hat wenn man Menschen hilft.

00:04:53: in dieser aktuellen Situation also Schritt zurück.

00:04:57: Man sieht einfach die Phase und Zeit in den letzten Jahren für Menschen deutlich belastender ist, auch wenn man sich globale Krisen anguckt.

00:05:07: Die Unsicherheit die aktuelle wirtschaftliche Lage das ist natürlich für viele Menschen eine große Herausforderung.

00:05:12: dazu der technologische Bandel AI was passiert mit meinem Job?

00:05:16: ich muss mich verändern und so weiter.

00:05:18: Es gibt sehr sehr viele Faktoren die einen Einfluss darauf haben wie es den Menschen geht Und wir glauben natürlich dass ein großer Faktor diese Einflüsse sind und wir wollen jetzt den Mitarbeitenden helfen.

00:05:31: wie kann ich besser damit umgehen?

00:05:33: Wie kann ich als Mitarbeiter besser mit diesen Sachen umgehen, vielleicht manche Sachen auch nicht so persönlich nämlich.

00:05:39: Besser davon abgrenzen, passende Unterstützung bieten und natürlich auch den Unternehmen helfen, wie vielleicht eine Umgebung schaffen können oder das Thema nicht so stigmatisiert ist wo die Leute Proaktivthemen ansprechen, wo ich als Führungskraft vielleicht auch lernen kann.

00:05:53: Wie kann Ich denn einen Mitarbeitenden unterstützen wenn der eine herausfordernde Zeit hat usw.

00:05:58: Das sind die Hebel, die wir sehen.

00:06:01: Und deswegen zusammenfassend zu deinem Punkt, ich glaube der große Treiber ist nicht das was du am Anfang angesprochen hast.

00:06:09: Der große Treibber ist natürlich die Leute sind mehr belastet.

00:06:13: wie können wir die Leute besser unterstützen?

00:06:15: und ein kleinerer Treiber is definitiv das was Du gesagt hast.

00:06:18: aber darauf würde ich es nicht in Fokus legen ja?

00:06:21: Aber es ist schon spannend dass es schon häufig in Gesprächen teilweise aufkommt.

00:06:27: Es ist so interessant, weil ich würde behaupten dass Friedrich Merz mit dieser Aussage nicht alleine ist und es natürlich einfach da auf den mit dem Finger jetzt auf ihn zu zeigen.

00:06:35: Weil er eine ganz andere mediale Reichweite hat.

00:06:37: aber Ich würde schon behaupte das wenn ich mich mit meinen Eltern unterhalte Dass sowas durchaus auch mal vorkommt dass man sagt ja man muss einmal die Zähne zusammen beißen oder dann muss man halt immer wieder ein bisschen mehr tun.

00:06:48: oder auch diese Lifestyle-Teilzeitdebatte.

00:06:52: Das hat ja schon alles irgendwie, das ist ja nicht eine Person oder ein Flügel einer Partei die das treibt sondern das ist so ein gesamtgesellschaftliches Thema.

00:06:59: ich stelle mir dann aber natürlich schon auch ein bisschen die Frage wenn jetzt über diese globalen Krisen gerade gesprochen haben, die du nennst und sie sind ja namenshaft!

00:07:10: Glaublich viele, da stelle ich mir zwei Fragen eigentlich.

00:07:12: Das eine ist... ...ist es tatsächlich mehr als früher?

00:07:16: Also ist es mehr als wenn wir anfangen der Zwei Tausender zurückdenken wo Nine Eleven war die Kriege, die in der Folge geführt wurden oder ist die Wahrnehmung einfach der andere?

00:07:27: hast du dann Gefühl?

00:07:32: Das super.

00:07:32: also das ist eine super spannende Diskussion, wo du am Ende des Tages auch kein richtiger Falsches an verschiedene Perspektiven drauf hast.

00:07:39: erst mal was natürlich Fakt ist ist, dass wenn wir uns Messungen angucken was Krankentage angeht.

00:07:45: Was Belastungen, sondern gefühlte Belastung angeht das die Leute mehr Struggle so, also dass es irgendwie nach oben geht auch wenn du dir in vielen Ländern Suizidraten auch bei jüngeren Leuten anguckst Angstzustände Pension hat und das geht alles nach oben.

00:08:00: jetzt ist die Frage warum?

00:08:02: Und die leichte Antwort ist wahrscheinlich oft so sehr genau das was Du ansprichst von vorher Es gibt weniger Resilienz, vor allem bei jüngeren Generationen ist keine Resilience mehr da.

00:08:12: Die Leute können nicht mit Stress umgehen.

00:08:14: Das ist natürlich oft so die leichte Antwort und wahrscheinlich ist die Antwort super vielschichtig.

00:08:21: Und ein großer Teil ist definitiv glaube ich schon das vor allem durch Social Media, durch ihr Landschaft diese ganzen Themen, die es vielleicht schon immer gab wie du sagst aber dass sie einfach deutlich präsent sind Da muss man sagen, verstärkt werden.

00:08:40: Wenn ich jeden Tag auf Instagram oder Twitter in meiner Blase bin und jeden Tag aus dem Krieg nach Ostkrieg usw.

00:08:48: und sofort die Bilder angezeigt bekommen dann ist das für mich natürlich viel präsenter als das vielleicht vor zwanzig Jahren wenn ich einmal abends um acht Uhr die Tagesschau kurz angeschaut habe.

00:08:58: Dann gab es diesen einen kurzen Clip und jetzt bekomme ich das mit früh bis abends hingespielt Und da gehen ja schon mittlerweile, ich weiß nicht ob du diese ganzen Bücher von Jonathan Hyde, The Anxious Generation und so weiter kennst.

00:09:15: Wo es natürlich viel in die Richtung geht insbesondere durch Social Media auch dieses Phänomen ein bisschen Helikoptereltern was der Zug geführt hat die letzten Jahre das... Jugendliche, junge Erwachsene deutlich ängstlicher sind.

00:09:27: Einfach viel mehr Angst haben, vielmehr Unsicherheit.

00:09:30: Also stark durch Social Media aber auch durch dieses beschützende Element also immer keine Risiken mehr eingehen als junge Menschen lieber das Kind schützen dass das schon Faktoren waren die ja da Teil beigetragen haben dass junge Menschen mehr Angst habe ein bisschen resilienter sind.

00:09:48: Man sieht ich um rund gerade so ein bisschen das Thema ... es wahrscheinlich schon einen kleinen Teil gibt, der sagt die jungen Menschen sind einfach auch gerade mehr ängstlich ein bisschen unresiliente.

00:09:59: Aber das sind natürlich dann auch Faktoren wie Social Media, globale Krisen... ...die das treiben.

00:10:05: also es hängt ja auch alles am Ende des Tages zusammen und die Antwort ist sicher nicht ihr müsst einfach härter arbeiten und mal die Arschbacken zusammen knäufen.

00:10:16: Die Antwort ist wahrscheinlich eher vielleicht eine gesellschaftlich, politisch.

00:10:23: Wie schafft man es besser einen Umgang zu finden mit solchen Medien?

00:10:26: Wie schaft man's auch den jungen Leuten besseren Umgang damit beizubringen und so weiter und so fort?

00:10:34: Das Interessante daran wiederum ist dann finde ich dass diese ganz großen Probleme letztendlicher... Und jetzt versetze ich mich in die Situation der Zuhörerinnen und Zuhörer zu den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern natürlich irgendwie ausgelagert werden, weil du hast gerade schon angesprochen.

00:10:54: Und da gucken wir gleich drauf... Es geht darum, eine Umgebung zu schaffen.

00:10:58: Und zeitgleich kann ich mich ja als Arbeitgeber oder Arbeitgebe-Rin aber auch dahin stellen und sagen ne das ist doch nicht meine Aufgabe also es ist doch jetzt nicht meine Aufgabe für die mentale Gesundheit meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sorgen.

00:11:10: dafür gibt's doch eigentlich ausgebildete Leute dafür gibt es Therapeutinnen und Therapeuten Dafür gibt's Kliniken usw.

00:11:16: Das kann doch jetzt keine Aufgabe als Arbeit Geber sein oder?

00:11:22: Man kann die Position einnehmen Gebe ich dir recht, man kann argumentieren hey das ist doch eigentlich Aufgabe der Gesellschaft also Stichwort des Staates des Gesundheitssystems und so weiter.

00:11:32: Und sofort gleichzeitig wissen wir haben eine Situation wo wir viel sagen wir mal deutlich zu wenig Kassen sitze haben super lange Wartezeiten auf den Therapieplatz und Leute die einen haben wollen keinen bekommen B. Das Thema Prävention in unserem Gesundheitssystem eigentlich kein Platz hat, das heißt nur wenn ich wirklich schon in meiner Depression nochmal Burnout bin dann könnte ich im Gesundheitssystem eine Diagnose bekommen und einen Therapieplatz.

00:12:01: Wenn man diese zwei Punkte nimmt ist natürlich das Gegenargument einfach zu sagen schön und gut auch wenn du denkst da sollte das Gesundheitssystem lösen Du hast als Unternehmen aktuell ein großes Problem.

00:12:13: ... also Leute fallen länger aus, wenn ich zum Beispiel ... ... Burnout habe andere mentale Krankheiten sind das oft Langzeitausfälle.

00:12:21: Drei, vier, fünf Monate, ... ... wo dann die Leute klassischerweise ... ... ausfallen.

00:12:26: Das heißt, weil ich als Unternehmen natürlich in dieser Situation bin... ... kannst dir schön gesprochen, ja ... ... scheißegal sein ob das jetzt deine Verantwortung ist oder nicht?

00:12:34: Sondern du wirst natürlich schauen wie ... ... bin ich jetzt als Unternehmen, wie werde ich leistungsfähiger?

00:12:39: Wie brieche meine Leute wieder in der Situation dass sie gut funktionieren, dass mein Unternehmen läuft.

00:12:45: Also das aus einer rationalen Sicht.

00:12:48: aber sind wir mal ehrlich.

00:12:49: natürlich gibt es noch viele andere Faktoren also viele in der Geschäftsführung, Entführungskräften oder auch bei Familienunternehmen.

00:12:55: die wollen natürlich auch eine Firmenkultur haben und die wollen ein Unternehmen schaffen, dass die Leute nicht krank macht.

00:13:02: Bestenfalls habe ich einen Unternehmen wo die Leute reingehen und wenn die rausgehen geht's dem besser oder zumindest mal nicht schlechter.

00:13:10: Aber wenn ich hier unternehmen habe, wo die Leute reingehen und jedes Mal, wenn sie rauskommen geht es den Leuten schlechter.

00:13:14: Das ist ja auch ein Scheiß.

00:13:15: Also da das ja keine Kultur eigentlich in der man Lust hat zu arbeiten oder die man gründen wird.

00:13:22: Und die meisten Firmen und auch die meisten Firmens verantwortlichen Ziel-Level mit dem wir im Kontakt sind, die wollen eigentlich eine Arbeitsumgebung schaffen.

00:13:33: Wo die Leute Lust haben zu arbeiten, wo's den Leuten gut geht, wo diese Leute motiviert sind und wo sie auch unterstützt werden?

00:13:39: Ja, es ist ja genau der Aspekt.

00:13:40: Also ich glaube, da würde mich jetzt wundern wenn jemand von den Zuhörerinnen und Zuhören der Eglatant widersprechen würde weil das ist ja genauso.

00:13:47: also natürlich profitiere ich als Arbeitgeber oder Arbeitgebärin im besten Fall direkt davon dass es den Leuten gut geht, dass die gerne in die Kanzlei kommen und ihre Arbeit machen und sich idealerweise auch am Freitagabend schon auf Montag freuen.

00:14:00: weiß nicht ob es da jemanden gibt aber das ist hier der Bestcase Und zeitgleich Ist aber natürlich irgendwie auch die Frage, wie kriege ich das im Alltag unter?

00:14:11: Jetzt hast du gerade gesagt.

00:14:12: Du sprichst viel mit Firmeninhabern, mit Personalabteilungen wahrscheinlich auch relativ viel.

00:14:19: Wie kommen sie auf dich zu?

00:14:20: Mit welchen Fragestellung kommen die auf dich oder auf Nilo zu?

00:14:27: Es gibt verschiedene Situationen wo das passiert.

00:14:30: Ich glaube das klassischste um es einfach mal so zu sagen ist wirklich Wir haben einfach super viele steigende Krankentage, Burnout-Raten und wir wollen da was tun.

00:14:40: Und dann ist natürlich wenn ich das jetzt in Google eingehe, Burn out reduzieren im Unternehmen, dann ist Nilo wahrscheinlich das erste, was da auftaucht und dann kommen die mit uns in Kontakt.

00:14:49: Eine andere klassische Punkte sind ja natürlich solche Sachen wie... ... dass das auch von Mitarbeitenden getrieben wird.

00:14:58: Das ist schon ein spannender Punkt, wenn ja immer mehr Umfragen gemacht und solche Geschichten... ...dass da natürlich dann aufkommt.

00:15:03: die Leute sind mehr belastet,... ...das Thema kommt häufiger auf.

00:15:07: Und insbesondere bei jüngere Leuten hast du eine viel höhere Erwartungshaltung,... ...daß der Arbeitgeber auch was in dem Bereich macht.

00:15:16: Das Thema ist nicht mehr so stigmatisiert bei den jungen Leuten und dadurch natürlich auch dieses bisschen die Erwartungshaltung.

00:15:22: Mein Arbeitgeber sollte sich um das Thema Metallgesundheit am Arbeitsplatz bringen, aber dieser erste Punkt ist schon der größte Punkt.

00:15:30: So hey wir merken einfach die Leute brennen aus.

00:15:33: Wir merken unsere kranken Tage geht hoch.

00:15:35: was können wir jetzt dagegen tun?

00:15:38: Und wie könnte uns bei dem Thema helfen?

00:15:40: Aber das ist ja schon mal total cool, wenn Leute aktiv anfangen zu googeln.

00:15:45: Zu suchen und zu schauen okay was kann ich machen?

00:15:49: Du hast es schon finde ich schön angesprochen.

00:15:52: Ich muss nur als ein ergänzender Punkt nehmen weil du sagst dass es ganz schön... Es ist schon oft so, dass irgendwie auch etwas passieren muss, da ist jemand aus dem Führungskraft oder dann vielleicht jemand aus Management oder wirklich ... die mit Burnout ausfallen und dann plötzlich okay, jetzt müssen wir was machen.

00:16:11: Also es ist schon oft so dieses... Obwohl's schon immer da ist muss es dann oft einen Auslöser geben,... ...dass man so.

00:16:16: ok, jetzt gucken wir uns das doch mal an.

00:16:18: Ist dann oft blöd und eigentlich zu spät um zu warten, dass es jetzt wirklich richtig knallt?

00:16:23: Bestenfalls natürlich einig in der Situation wo man gut aufgestellt ist, wo es den Leuten schon gut geht,... zur richtigen Zeit das macht, hat das nur noch als kleiner Nachschub.

00:16:34: Ja, das ist genau die Richtung in die ich auch gehen wollte weil ich genau das nochmal nachfragen wollte ob es auch deine Erfahrung ist und jetzt hast du's im Prinzip gerade schon gesagt dass es deine Erfahrungen ist?

00:16:43: Ich habe am Samstag eine Veranstaltung moderiert.

00:16:46: da ging es im weitesten Sinne auch um... um mentale Gesundheit vor allem bei Kindern und Jugendlichen.

00:16:52: Und da gab es eine ehemalige ärztliche Direktorin, die eigentlich Onkologin ist und hat aber in der Geschichte erzählt von einer Mädchenwohngruppe wo ein junges Mädchen suizidal war.

00:17:05: Die Kinder- und Jugendpsychiatrie hier in Freiburg konnte sie nicht aufnehmen weil sie keine Kapazität hatte und hat quasi dieses höchstgradig gefährdete junge Mädchen wieder nach Hause gelassen.

00:17:17: und die hat genau den gleichen punkt dann gesagt das ist eigentlich eine ganz große katastrophe weil im prinzip muss diesem.

00:17:24: Jungen Mädel jetzt erst wirklich was richtig dramatisches passieren bevor überhaupt irgendwie angeknüpft werden kann.

00:17:30: ich glaube es ist ein problem dass auch nilo nicht lösen kann und das auch kanzlei nicht lösten können weil das ist wieder ein system immer nenntes probleme glaube ich.

00:17:38: aber

00:17:39: das

00:17:40: finde ich hat noch mal so richtig verdeutlicht und das hast du auch in diesem raum gemerkt dass du dann schon merkst, Wie ernst?

00:17:46: Einfach manche Themen sind und leider ist es eben dann so, dass halt erst was passieren muss.

00:17:50: Bevor man bevor man handelt.

00:17:52: weil im besten Fall du hast das vorhin auch schon angesprochen.

00:17:55: Im bestenfall arbeiten wir präventiv und lass uns gar nicht soweit kommen, weil wir möglichst früher schon Stellschrauben erkennen.

00:18:01: Die hat dann interessanterweise das nur als Random Fact noch nebenbei gesagt dieses Mädel wartet jetzt ungefähr zwölf Monate auf einen Therapieplatz.

00:18:11: Zwölfmonate!

00:18:13: Ein Jahr.

00:18:14: Also das kannst du im Prinzip dann auch... Ne, sein lassen kann man es nicht aber das ist natürlich...

00:18:20: Wenn du... Das können wir natürlich keinem erzählen eigentlich.

00:18:23: Nee genau wenn du

00:18:23: am Boden bist und so weiter, dann sind zwölf Monate keine Aussicht die sich irgendwie... Genau

00:18:29: darum geht's eigentlich auch ne?

00:18:30: Dass wenn man in dieser Situation ist, wenn man eine Herausforderung hat Dann oder in der Krise ist er auswärmlich ein bisschen mild.

00:18:37: Sagen wir mal ist in dieser Krise Und dann ist das ja in Deutschland oft so dass du dann keine Ahnung Du würdest schon wahrscheinlich mal einfinden, wenn du dreißig, vierzig, fünfzig Therapeuten in Abtelefonie hast.

00:18:48: Aber wer macht das?

00:18:48: Und wenn du von allem in dieser Situation bist, hast du auch nicht die Kraft und die Kapazität zu machen.

00:18:53: Das ist schon der Kern von Nilo zu sagen wir wollen dass die Leute dann innerhalb von vierzehnzig Stunden mit einem Klick, mit dem perfekten Psychologe im perfeksten Therapeutin, die genau zu dir passt sprechen können.

00:19:06: Ein kleiner Punkt noch als Ergänzung.

00:19:09: Wenn man mal hier aus den Großstädten, aus Berlin, aus München und so weiter weggeht was natürlich eine Herausforderung für das Thema ist

00:19:18: es

00:19:18: hat schon auch so einen ja oft natürlich so ein Label von Achtsamkeit Meditation so ein bisschen was softes usw.

00:19:30: Und so fort.

00:19:31: und oft is dann erst wenn die Leute das wirklich erlebbar haben, weil mal im engen Freundesbekannten jemand der auch in der Geschäftsführung sitzt oder sie selber, sagen wir mal einen Burnout hatten, Depression und plötzlich kriegen die das wirklich hautnah mit wie heftig das ist.

00:19:47: Und auch nicht heftig dass für alle Bekanntes dann plötzlich oh ja jetzt ist doch wichtig aber bevor das nicht mal passiert ist, dass Menschen das erlebbare hatten oder gespürt haben.

00:19:57: es oft ist unsere Erfahrung, die Awareness dafür noch nicht so stark insbesondere in den Samen ein bisschen ländlicher gegen dem, wo jetzt einfach noch nicht viel über das Thema diskutiert wird.

00:20:10: In Berlin ist es ja eine ganz andere Situation.

00:20:14: Wie du sagst in den großen Städten.

00:20:15: also eins schicke ich mal der Frage vorweg auf eigener Erfahrung wünsche ich es wirklich niemandem diese Erfahrungen auch als Angehöriger machen zu müssen weil ich wirklich sagen kann, es ist auch für direkt Angehörige fast nicht auszuhalten wenn jemand aufgrund einer Depression das nicht schafft aus dem Bett zu kommen und das ist für... Ich glaube es ist genau wie du gesagt hast.

00:20:41: Wir können das nicht nachvollziehen selbst wenn wir irgendwie neben dran sitzen usw.

00:20:48: Und das schicke ich meiner Frage vorweg.

00:20:51: und jetzt kommt die Frage findest Du jeder sollte Diese Erfahrung mal im Umfeld machen oder glaubst du, jeder muss diese Erfahrungen mal machen damit das Thema richtig Auftrieb bekommt?

00:21:03: Na bestenfalls und das ist natürlich auch ein Großteil der Arbeit die wir machen helfen.

00:21:07: Und noch viele andere Unternehmen und Menschen die Erfahrungen damit haben oder die selber meiner Depressionen sprechen einfach offen darüber.

00:21:14: und durch diesen offenen Diskurs schafft man dann hoffentlich eine Awareness innerhalb der Gesellschaft was dazu führt dass mehr und mehr Menschen auch ein Verständnis dafür haben.

00:21:25: Und ich glaube, was du sagst natürlich wenn man es erlebbar hat.

00:21:30: Dann glaub' ich braucht man keine Argumente mehr.

00:21:32: die Leute wissen das sofort und hier.

00:21:35: Aber natürlich einfach nur als Kommentar dazu noch Wenn du dir die Statistiken anguckst hast du ja je nach Statistik irgendwie um die zwanzig Prozent der Menschen die eigentlich aktuell immer durch eine mentale Krise gehen.

00:21:49: dadurch ist es natürlich schon sehr wahrscheinlich dass jeder eigentlich mal solche Menschen im umfeld hat oder selber auch in so einer krisis.

00:21:58: das als punkt vorne weg.

00:22:00: aber unabhängig davon hoffe ich natürlich dass durch die arbeit die wir machen die viele andere unternehmen machen, die auch viele prominente menschen machen.

00:22:08: Die offen darüber reden über ihre depression sei es irgendwie Michael Phelps zum beispiel der immer offen über seine depressionen auch im sport und so weiter geredet hat.

00:22:18: Das hilft dann natürlich auch das thema ... publik zu machen, insbesondere auch so Leistungssportler ist natürlich sehr wichtig.

00:22:25: Weil das zeigt einfach, guck mal du kannst irgendwie der beste Schwimmer in der Welt sein und gleichzeitig eine Depression haben.

00:22:34: Das heißt nicht du bist irgendwie schwach und das heißt nicht, du kannst es nicht mehr Leistungen bringen... Und das bringt dem Ganzen natürlich dann eine ganz andere Dimension die wichtig ist auch in solchen Umfeldern, die du ja auch ansprichst also dieses sehr ... Hochleistungsumfeld, Großkanzleien, Unternehmensberatungen und so weiter.

00:22:52: Da ist ja auch zu sagen da gibt es das Thema nicht, ist natürlich Völkerquatsch.

00:22:56: Aber ich glaube, da ist einfach wichtig auch zu... ...sagen, dass es nicht eine Form von Schwäche, sondern das ist ganz normal,... ...dass Menschen in solche Phasen reinkommen.

00:23:05: Und ja, da kann man auch wieder rauskommen und man kann sich die passende Unterstützung holen.

00:23:14: Und dann ist es wichtig, einfach darüber zu reden.

00:23:17: Ja, lass uns vielleicht da mal reingehen und mal über passende Unterstützung oder eine mögliche Form der passenden Unterstützung sprechen.

00:23:23: Du hast vorhin schon gesagt es geht für dich und für euch ganz viel darum die richtige Umgebung zu schaffen.

00:23:29: Und das stellen sich ja irgendwie ganz viele Folgefragen.

00:23:31: beispielsweise wie erkenne ich überhaupt erst einmal?

00:23:33: Vielleicht fangen wir mit der auch an.

00:23:35: Wie erkennig überhaupt erstmal dass jemand seine Leistungs- oder Kapazitätsgrenze erreicht.

00:23:39: Also wie kann ich beispielsweise... Ich bin eine Führungskraft, oder so ein mittleres Management sagen wir mal?

00:23:45: Wie kann ich das überhaupt erkennen?

00:23:46: Habe ich überhaupt ne Chance wenn jemand nicht offen spricht?

00:23:50: Ja.

00:23:52: Ich glaube erstmal zu deinem... also viele Gedanken dazu.

00:23:58: Ich glaub erst einmal umgebungen schaffen.

00:24:01: Bevor wir da konkret in die Themen reingehen ist für mich immer entspannen und wichtigen.

00:24:05: Wichtiges Thema.

00:24:06: Weil eigentlich willst du ja als Unternehmen oder als Führungskraft mit deinem Team so eine Beziehung haben, dass du solche Themen doch ansprechen kannst.

00:24:15: und also da ist immer ein ganz charmantes Stichwort psychologische Sicherheit wo wir auch Unternehmen helfen.

00:24:21: wie kann man dann psychologisch Sicherheit schaffen?

00:24:23: Psychologisches Sicherheit heißt eigentlich nur das du einen Unfall hast in Situationen hast ... wo sich mitarbeitende Wohlfühlen Dinge anzusprechen.

00:24:31: Sei es Kritik, sei es Fehler oder Schwächen ohne Angst zu haben... ... das wird jetzt negativ ausgelegt.

00:24:37: und in dem Fall konkret ist es jetzt einfach willst du ja wenn jemand in deinem Team große Probleme hat keine Ahnung geht gerade durch eine Scheidung.

00:24:44: Ein super stressiges Projekt und alles gleichzeitig dass die Person zu dir kommt hey Flo!

00:24:51: Ich packs grad nicht und das ist komplett verrückt.

00:24:54: Das kann nicht so weitergehen ... dann willst du, dass die Person zu dir kommt und nicht erst wenn sie im Burnout ist... ... sondern bestenfalls natürlich frühzeitig.

00:25:02: Und dann könnt ihr sprechen, hey Flo!

00:25:03: Kein Thema.

00:25:04: Das sind das Projekte beim AD Priorisieren.

00:25:06: Ich übernehme das für den nächsten zwei Wochen, kümmer dich da drum.

00:25:08: Dann schauen wir mal wieder weiter.

00:25:10: Also du wirst natürlich solche Gespräche bestensfalls im Unternehmen frühzeitig haben können.

00:25:14: Und das schaffst du nur, wenn du das Vertrauen hast mit der psychologischen Sicherheit im Team hast.

00:25:20: Das vorneweg zu deinem anderen Punkt.

00:25:26: Auch für die Hörnenschaften ist es natürlich, sagen wir mal in dem Bereich wo Leistung oder Hochleistungen auch auf gefordert wird.

00:25:33: Es ist natürlich auch normal dass man mal Phasen hat, wo man auch außerhalb der Konfortzone ist.

00:25:38: Man will ja wachsen, das ist stressig und das gehört auch dazu.

00:25:41: Und Stress per se ist ja nichts Schlechtes.

00:25:44: Das vorne weg.

00:25:45: aber ich glaube was wichtig ist, wo mein Gespür auch zu haben als Führungskraft einfach wenn sich Dinge verändern.

00:25:51: Wenn plötzlich eine Person ... nicht mehr regelmäßig kommt.

00:25:57: Die Person ist irgendwie ruhiger, hat weniger Energie... ...Augenringe werden größer und so weiter und sofort.

00:26:06: Das sind aus einer Führungskräfte Perspektive.

00:26:11: Aus der Perspektiv des einzelnen Mitarbeitenden sind das natürlich die klassischen Themen also merke ich dass sich nicht mehr so gut schlafen anfangen.

00:26:18: Merke ich, dass ich nicht mehr abschalten kann.

00:26:20: Das ist natürlich das ganz große Thema ... denke ich konstant über die Arbeit, über das Projekt nach.

00:26:25: Oder kann ich ja am Abend den Abend mit Freunden noch genießen?

00:26:28: Kann ich das Wochenende genießen.

00:26:30: Aber wenn ich in so eine Situation komme... ... dass sich konstant im Gedankenzügle bin nicht mehr abschalten kann,... ... dann muss ich glaube ich irgendwie lernen wie kann ich denn Grenzen setzen...?

00:26:39: Wie kann ich da bessere Gewohnheiten finden?

00:26:41: Wie muss ich vielleicht bei meinen Gewohnhalten ändern und so weiter und sofort.

00:26:46: heißt aber auch, in dem Fall muss man auch glaube ich so nüchtern sein und sagen ja es ist halt nicht immer von außen erkennbar.

00:26:52: Ich kann natürlich auf so ein paar körperliche

00:26:54: oder

00:26:54: eigene Eigenschaftsmerkmale schauen und ich glaube jede Führungskraft dieses macht das unfassbar wertvoll, aber genau es braucht irgendwie schon die Offenheit des Menschen das zeigen wahrscheinlich.

00:27:07: Also wenn jemand das nicht zeigen möchte wird er das sicherlich sehen.

00:27:11: ... remote setup wie das heutzutage mehr passiert, wo du die Leute nicht mehr siehst.

00:27:18: Das ist natürlich ganz klar und du hast vollkommen recht.

00:27:21: Es braucht das Vertrauen und aber auch so ein bisschen den Raum.

00:27:28: also es geht ja jetzt nicht drum, dass als Führungskraft irgendwie anfängst jede Woche über die Gefühle mit deinem Team zu reden haben viele Leute natürlich keine Lust drauf und das ist auch nicht Sinn und Zweck der Sache sondern dass du aber in regelmäßigen Abständen einfach den Raum dafür schaffst.

00:27:44: Also einmal im Monat, dass ihr mal eine Stunde, halbe Stunde spazieren geht und einmal so hey wie läuft's?

00:27:50: Was sind die Themen?

00:27:51: Was passiert privat?

00:27:53: Dass man natürlich den Raum und die Möglichkeit überhaupt gibt solche Sachen anzusprechen.

00:27:57: Wenn es immer nur in einem schnell getakteten Deadline-Business ist, das ist natürlich schwierig dann auch solche Dinge überhaupt anzuspielen

00:28:06: ist interessant, weil ich mich gerade gefragt habe ob das als Routine wohl funktionieren würde.

00:28:10: Ich hab hier vor kurzem mit Eckhardian gesprochen.

00:28:13: da ging es um Fehleranalyse also ganz anderes Thema eigentlich und er hat aber auch gesagt naja der Grundstein damit du einen Fehler auf den Grund gehen kannst und den sogenannten Fehler eins finden kannst, der wird immer vertrauen sein.

00:28:24: also wir sprechen immer über Vertrauen.

00:28:26: jetzt spreche ich mit dir hier auch über Vertrauen.

00:28:28: die haben mich grade gefragt kann nicht dass so als Routine etablieren.

00:28:32: genauso wie Du gesagt hast einmal im Monat oder alle zwei Wochen gehe ich mit als Führungskraft, mit all meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine halbe Stunde spazieren.

00:28:41: Mit jedem Einzelnen!

00:28:43: Und ganz interessant ist glaube ich dass das erstmal gar nichts bringt weil wenn... Das ist eine schöne Routine und vielleicht entwickelt sich über diese Routine auch natürlich genau dieses Vertrauen.

00:28:53: Aber du musst den Raum schon so öffnen, dass dieses Vertrauen entsteht.

00:28:57: Ich finde das ist für mich ein sehr typisch deutsches Phänomen, wenn ich die Frage wie geht es?

00:29:04: Dann ist die Frage für dich eigentlich schon total verbucht, als das so eine Höflichkeitsfloskel und so weiter.

00:29:11: Und wir antworten mit Hermus ja oder so?

00:29:14: Also es ist aber gar nicht so... also ich finde, man kann da auch im Alltag mal darauf achten wie oft beantwortet man die Frage Wie geht's, die jemand stellt einfach nur so mit irgendeiner Floskel anstatt wirklich kurz zu sagen hey Ja heute ist ein Scheiß Tag irgendwie.

00:29:27: Heute gehts nicht so gut Das tun wir wenig.

00:29:31: Und jetzt kann man das natürlich im Allgemeinen sagen, ja da braucht es das Vertrauen nicht.

00:29:34: aber genau das will ich ja bestenfalls schaffen.

00:29:36: und dann eine lange Ausführung mal wieder, dann habe ich doch im besten Fall genau mehr und mehr dieses Vertrauen wo auch ne Routine plötzlich was bringt oder?

00:29:47: Ja also so ein Vertrauen muss man sich natürlich meistens auch ... erarbeiten, also als Führungskraft das gebe ich dir vollkommen recht.

00:29:55: Einfach nur diesen Check-in machen, sondern es geht natürlich... Also die Person muss natürlich auch spüren dass das auch ein ehrliches Interesse ist.

00:30:02: Dass ich das Gefühl habe hey dem Floh ist jetzt echt wichtig wie's mir geht.

00:30:06: und ich hab' auch das Gefühl der Floh wenn ich dem jetzt was erzähl', der hilft mir auch dabei.

00:30:11: Der hilft mir.

00:30:12: dann übernimmt vielleicht nochmal Themen, dass du als Fährungskraftern reinsprings, häpperst auf, ich übernehme den Part und sitzt da abends noch ein bisschen länger damit er sich um seine anderen Themen kümmern kann.

00:30:21: Das ist ja dann oft auch Projektgeschäft jetzt hier im Speziellen bei deiner Hörerschaft, wo man natürlich das Projekt trotzdem abliefern muss.

00:30:28: aber dann einfach gibt es natürlich Wege wie man's kompensieren kann, reinspringen kann und ein wichtiger Teil natürlich dann auch selber ... auf einer gewissen Art und Weise.

00:30:41: Man muss natürlich jetzt nicht alles erzählen, aber es geht natürlich auch drum, dass man selber einen Ticken ... ... vulnerabel ist als Führungskraft.

00:30:47: Wenn ich selber anfange, natürlich mal Themen herausforderungen zu teilen oder vielleicht auch mal offen zu erzählen... ...dass man auch mal eine schwere Phase in der Krise hatte.

00:30:57: Gibt das natürlich deinem Team denn das Gefühl hey!

00:30:59: Das ist irgendwie okay das Mal anzusprechen?

00:31:03: Total Kannst du uns Jonas vielleicht nur so ein bisschen einen Einblick geben, wie ihr das bei Nilo macht.

00:31:09: Also wie hilfst Du?

00:31:10: Wie hilft Ihr Unternehmen genau?

00:31:12: bleiben wir einfach mal am Beispiel vertrauen genauso was beispielsweise zu etablieren.

00:31:16: Genau also wir gehen sie auf verschiedenen Ebenen rein also viele der ebenen die wir gerade schon so ein bisschen besprochen haben.

00:31:23: Wir haben eigentlich, also im Kern von Nilo ist es schon eine digitale Plattform wo alle Mitarbeitenden quasi Zugang haben und wir sehen das so auf drei Ebenen eigentlich.

00:31:31: Also dass wir sagen dem einzelnen Mitarbeitende.

00:31:34: Wie kommt der immer in jede legliche Krise?

00:31:36: Jedliche Herausforderung kommt er auf die Plattform bekommt die passende Unterstützung ich kann mit einem passenden Psychologin sprechen an hunderttausende von Gruppenformaten digitaler usw.

00:31:46: Das zweite Punkt ist Thema Führungskräfte.

00:31:49: Und das dritte Punkt ist eher, wie helfen wir der HR-Abteilung auch das Thema zu Instigmatisieren und eine Kultur zu schaffen die das Thema fördert usw.

00:32:00: Und bei dem Thema Vertrauen würde ich mal sagen sind das jetzt eher Stufe zwei und drei.

00:32:07: Wir helfen im Unternehmen das Thema zu platzieren und zu kommunizieren.

00:32:11: Da haben wir natürlich sehr, sehr viel Erfahrung.

00:32:13: wie stelle ich das Thema da?

00:32:15: Helfen dann mit Veranstaltungen, Workshops, Kick-offs usw.

00:32:19: Das Thema zu kommuniziert also dass einfach auch im Unternehmen nach und nach... Einfach eine Awareness für das Thema.

00:32:26: Oft ist es ja, wenn man anfängt drüber zu reden, man hört Führungskräfte die darüber reden normalisiert dass natürlich das.

00:32:33: Normalisierung ist das Gegenteil von Stigma.

00:32:35: also sobald Leute natürlich anfangen drüberzureden wird das normal.

00:32:40: und in Stufe zwei ist so dieses Thema Führungskräfte.

00:32:43: da haben wir super viele ... Live-Veranstaltungen oder du kannst auch eins zu eins Sitzungen mit Psychologen, ... ... mit Therapeuten und so weiter buchen, wo du dann an solchen Themen arbeiten kannst.

00:32:55: Wie schaffe ich denn Vertrauen in meinem Team?

00:32:58: Also wie führe ich denn so Gespräche die Vertrauen schaffen?

00:33:01: Was sind denn vielleicht konkrete Maßnahmen

00:33:04: usw.?

00:33:04: Und da haben dann auch... Auch mit Peer Groups hilft dir das natürlich auch oft.

00:33:09: Du kannst dann zum Beispiel eine Gruppenveranstaltung teilnehmen, die heißt ... schaffe psychologische Sicherheit in deinem Team.

00:33:15: und dann hast du da andere Führungskräfte von anderen Unternehmen.

00:33:19: Und mit denen kannst du natürlich auch diskutieren, was sind denn Beispiele wie ihr das gemacht habt?

00:33:22: Wie uns so weiter.

00:33:23: Natürlich geführt immer von einer Psychologin die das leitet... Aber da helfen wir dir als Unternehmen ganz konkret diese Sachen zu etablieren.

00:33:32: Ja ist aber wahnsinnig interessant!

00:33:34: Das heißt es greift ja total diesen Präventionsaspekt auf gerade die Punkte zwei und drei also mit HR und mit Führungskräften zu arbeiten.

00:33:42: Und der erste Punkt, vielleicht möchte ich da nochmal ganz kurz mit dir drauf gucken.

00:33:46: Du hast es vorhin schon mal angerissen?

00:33:48: Der ist ja wahnsinnig interessant!

00:33:49: Weil das ist dann die Akut-Situation und da hast du vorhin gesagt wenn ich das richtig hier notiert habe dass es die Möglichkeit gibt über Nilo binnen vierundzwanzig Stunden mit einer Therapeuten Therapeut Psychologin Psychologen zu sprechen.

00:34:05: Wie ist das möglich, wenn wir rufen um eine Erinnerung?

00:34:08: Teilweise über Wartezeiten von ... Wenn es ein halbes Jahr ist, ist es sensationell gut gelaufen.

00:34:13: Aber es ist ja häufig viel mehr.

00:34:15: Total!

00:34:17: Ein Teil unserer Plattform ist quasi dass du Eins-zu-Eins Sitzungen mit Psychologen buchen kannst und großer Teil davon sind auch Psychotherapeutin.

00:34:28: Und wir haben da aktuell knapp fünfhundert Leute, mit denen wir zusammenarbeiten.

00:34:34: Und Idee ist natürlich also Grundgedanke, dass jede Person auf Basis von was es denn meine Muttersprache?

00:34:41: Was ist meine Präferenz?

00:34:44: Was habe ich für eine Herausforderung, dass sich die perfekte Psychologin auf der anderen Seite hat, die zu mir passt.

00:34:49: Also wir haben fünfzig verschiedene Sprachen, Experten und Expertinnen für jedes Thema.

00:34:53: Wie können wir das machen?

00:34:54: Also hast du ja diesen in Deutschland.

00:34:57: In vielen europäischen Ländern Ist das ein ähnliches Konzept.

00:35:00: oder einfach den Markt haste ... mit Krankenkassen zusammenarbeiten, also die Psychologen und Psychologinnen.

00:35:05: Die haben einen Kassensitz, arbeiten mit Krankenkästen... ...die sind alle komplett ausgebucht.

00:35:09: oder kriegst du keinen Termin, fast super lange Wartezeiten,... ...dann hast du aber ein Pool der genau so groß ist ungefähr in Deutschland von Leuten,... ...die die gleiche Ausbildung haben, aber zum Beispiel eine private Praxis haben... ...oder neben ihrem Beruf teilweise noch als psychologische Beraterin arbeiten usw.

00:35:27: Und mit diesem Pool arbeiten wir zusammen?

00:35:30: Die finden das natürlich auch cool.

00:35:33: Einmal mit uns haben sie so eine Art Community, also gibt es viele Austausch da gibt's Intravision und so weiter mit anderen Psychologen plus.

00:35:42: wir geben denen natürlich enorme Flexibilität um Buchen Sitzungen Kontakte einfach in den Kalender rein.

00:35:51: Also wenn du jetzt Psychologe bei uns bist kannst du sagen die nächsten zwei Wochen hey das sind die Termine wo ich Zeit habe Und dann buchen wir dir flexibel Die die Stunden rein.

00:36:01: Ja okay, es sind wirklich ganz interessante Ansatzkassen-Sitze.

00:36:04: machen wir auch nicht auf den das Fass aber greift ihr genau.

00:36:08: also trifft dir den Kern dieses Problems was würdest du sagen ist der größere Teil eurer Arbeit?

00:36:16: Ist es eher der Präventionsbereich und damit eigentlich wäre ja ein total schönes Zeichen?

00:36:20: oder ist es tatsächlich dass ihr sagt nebdet akute Das ist schon was am meisten oder am häufigsten genutzt wird?

00:36:28: Ja, ich glaube wir müssen einmal kurz abgrenzen wie wir darüber nachdenken also mit sagen wir mal in besachen Präventionsteil und der akute Teil.

00:36:42: Wenn du zu uns auf die Plattform kommst und zum Beispiel eine Eins-zu-Einzitzung machst oder andere Inhalte messen wir mit evidenzbasierten Fragebögen

00:36:50: usw.,

00:36:51: wie es dir geht.

00:36:51: das heißt Wir können ganz gut einordnen bis du sag mal im roten Bereich, wenn wir jetzt mentale Gesundheit als Spektrum sind.

00:36:57: Im Roten Bereich oder im Gelben oder in Kühlen und der rote Bereich das sind dann Leute die auf dem Gesundheitsmarkt wirklich auch eine Diagnose bekommen würden und Depression, Angstzustände usw.

00:37:09: Auch da quasi eine Diagnose zum Therapeuten gehen könnten.

00:37:13: und das sind bei uns auf der Plattform circa fünf zehn Prozent nur tatsächlich.

00:37:17: Das ist glaube ich ein sehr wichtiger Punkt.

00:37:20: also eins Fünf Der große Teil Das ist der, wir nennen es Interim Präventive Bereich.

00:37:28: Wichtig aber zu sagen die Leute kommen schon meistens mit einem Thema.

00:37:32: Also das ist hey ich bin überlastet bei der Arbeit Ich habe einen Konflikt mit einem Kollegen Hey ich gehe gerade durch vielleicht eine Scheidung.

00:37:40: Das sind also sagen wir einfach ist präventiv weil Es quasi noch nicht Leute die diagnostiziert sind und nicht die Symptome haben um nicht diagnostizierbar sind quasi.

00:37:52: Aber es ist jetzt nicht so, dass da noch kein Thema da ist.

00:37:55: Aber das ist quasi frühzeitig.

00:37:57: helfen wir bevor's in den roten Bereich reinkommt.

00:38:00: Genau, und das ist doch genau das Beste.

00:38:02: Aber das kann ich ja nur machen wenn wir... Nehmen wir nochmal Vertrauen als Thema, wenn ich tatsächlich einen Vertrauensklima habe Und im besten Fall brauche ich eure Plattform gar nicht Sondern die halt zu meinem Vorgesetzten und sagt dass es so.

00:38:12: aber jetzt nehmen wir den Fall wo das... Beides

00:38:15: natürlich!

00:38:15: Also du hast natürlich bestenfalls sein Vorgesetzend der dir hilft, aber der kann dir natürlich oft.. Das ist ja auch kein Psychologe, kein Therapeut Der kann natürlich oft nicht in die Tiefe gehen und die Helfen da brauchst du ja schon.

00:38:27: Ja ein Profi

00:38:29: Ja, es ist exakt so.

00:38:31: Und ich möchte gar nicht ausschließen dass es hervorragende Vorgesetzte gibt die das einfach zwischenmenschlich total gut lösen können und so weiter und vielleicht durch Zufall auch noch die richtige Methode in der Hinterhand haben sondern dann ist das gelöst gibt's bestimmt.

00:38:44: aber Es ist eben glaube ich genau diese Kombinationen und das finde ich eine gute Zahl die du da reingeworfen hast dass wir jetzt nur einen Anführungszeichen über fünf zehn Prozent ... sprechen, wobei wir über pathologische Symptomatik sprechen.

00:38:57: Die anderen ... ... um ein Achtzig Prozent ist ja genial, dass sie sich frühzeitig melden und... ... frühzeitig auch Hilfe bekommen können.

00:39:04: Also das muss ja eigentlich das Ziel sein.

00:39:07: Das muss sein.

00:39:09: Ist unser Ziel und auch das, wo wir am meisten stolz drauf sind.

00:39:13: Du hast auch, wir messen auch so eine Zahl, ... ... eine Sechzig Prozent der Leute die auch Unterstützung bei uns bekommen.

00:39:19: Die hatten noch nie vorher andere psychologische Unterstützung.

00:39:23: Und das heißt quasi,... Die ursprüngliche Vision von Nilo oder Mission war immer das Thema zugänglich zu machen.

00:39:30: Wie machen wir mentale Unterstützung leicht zugängig für alle?

00:39:34: Das war eine so dieser Slogan, wo wir gestartet sind und dann sowas natürlich dann zu sehen hey der Großteil hatte vorher noch nie Zugang plus der Großteil ist präventiv Ist natürlich super charmant und genau.

00:39:48: unsere Mission

00:39:50: Ja und ihr erhebt auch oder ich weiß nicht ob ihr sie erheb, aber auf der Website von Nilo bin ich über einen Punkt gestoppert den ich auch wirklich interessant finde.

00:39:57: das ist nämlich dass ihr sagt ja fünfzig Prozent der Unternehmen die mit euch arbeiten merken nach der Zusammenarbeit eine Produktivitätssteigerung.

00:40:07: Das ist ja das Beste was passieren kann weil plötzlich es ist ein Win-Win für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weil sie Hilfe bekommen oder selbst wenn sie es nur wie ein Tagebuch nutzen und einfach mal was adressieren.

00:40:18: So dann haben die aber schon einmal gewonnen, werden jetzt das Unternehmen die ganz Sly auch noch profitiert davon weil die Leute wieder besser produktiver wie auch immer effizienter arbeiten können?

00:40:28: Dann hat die ja plötzlich auch den Win.

00:40:29: Wie messt ihr diese Zahl?

00:40:30: weißt du?

00:40:33: ... was wir erheben auf der Plattform ist, einfach wenn du jetzt zu uns kommt haben wir ... ... sagen mal so evidenzbasierte Fragen die dich danach einordnen können wie es dir geht.

00:40:49: Und das machen wir meistens pre-Posts... ...wenn du zu uns kommst also du kommst jetzt zu und dann haben wir den Status Wie geht's im Flow?

00:40:56: Da nutzt du sprichst vielleicht vier fünf Mal mit einer passenden Psychologin und da messen wir wieder Posts Hey!

00:41:02: Wie geht´s dir erst?

00:41:03: Und natürlich wenn wir eine groß genug Test- und Kontrollgruppe haben Können wir natürlich ganz gut sehen, wie haben die Leute bewegt?

00:41:11: Auch versus die Leute, die natürlich nichts auf der Plattform gemacht haben.

00:41:15: Und klassischerweise... Also das ist das eine.

00:41:20: Das sind auch dann Fragen drin.

00:41:22: Auch evidenzbasierte Fragen der Skihahn-Score.

00:41:25: und zum Beispiel innerhalb der letzten fünf Tage, wie viele Tage warst du wegen deiner mentalen Gesundheit unproduktiv?

00:41:31: Innerhalb der letzten fünftage ... Wie viele Tage Entschuldigung, warst du nicht bei der Arbeit wegen der mentalen Gesundheit.

00:41:39: Es sind nur die letzten fünf Tage, dass ich das noch gut einschätzen kann und wenn du das natürlich eine groß genüge Anzahl der Leute fragst, hat man da schon sehr gute Daten.

00:41:47: Also das ist der Hauptpunkt.

00:41:49: darüber hinaus machen wir immer mehr mit Unternehmen auch Case Studies, die uns dann die Daten geben.

00:41:56: Das ist aber meistens ein bisschen unternehmensspezifisch.

00:41:59: auch welche und Daten sind sie bereit auch mit uns zu teilen?

00:42:05: Wenn ich jetzt sage, okay irgendwie interessiert mich das und ich möchte meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern irgendwas anbieten.

00:42:11: Aber ich selber habe eben vielleicht nicht den Zugang.

00:42:15: Wie komme ich mit Nilo in Kontakt?

00:42:17: Wie hoch ist die Hürde?

00:42:19: Kannst du dazu vielleicht noch mal kurz was sagen?

00:42:23: Super leicht, ihr könnt euch jederzeit einfach bei uns melden entweder über die Website.

00:42:28: Einfach nilo health.com oder mir auch gern persönlich schreiben genau jonas.keilatnilohealth.com.

00:42:37: und wir arbeiten wirklich eigentlich mit allen Unternehmen.

00:42:41: Wir arbeiten mit Puma, Telefon Bosch, Billfinger große Konzerne aber auch irgendwie hippe Firmen wie N-twenty six oder irgendwie Outly und so weiter, und sofort.

00:42:54: Aber natürlich auch viele Unternehmensberatungen.

00:42:57: kann es leihen wo einfach das Stressthema groß ist.

00:43:00: was ich damit sagen will warum ich das gerade so breit aufgelistet habe dass egal in welcher Situation man ist ob das eine Kultur ist wo das Thema total offen und die Leute das sofort annehmen würden oder aber eine Kultur ... ein bisschen traditioneller ist, wo man natürlich mehr Arbeit leisten muss.

00:43:17: Das kann alles gut funktionieren.

00:43:19: Wir haben viel Erfahrung mit allem.

00:43:21: Man muss natürlich anders an die Sache rangehen.

00:43:24: bei ... ... sagen wir mal den hippen coolen Start-ups in Berlin geht das super einfach.

00:43:28: Da wirft man das Thema einfach hin und zack ... ... vierzig Prozent der Leute sind da aktiv und sprechen ... ... mit Psychologen und Therapeuten.

00:43:34: wenn wir aber in einem Konstruktion das eher ... Sagen wir mal, Blue Color mehr Produktion ist.

00:43:40: Da muss natürlich vielmehr in diesen vorhin auch diese Stufen gesagt, die dritte Stufe.

00:43:44: Vielmehr Kommunikation, Awareness innerhalb der Organisation und so weiter.

00:43:48: Das ist das Thema viel größer weil ich musste erst mal in Wolken erzählen was ist ein mentaler Gesundheit?

00:43:52: Warum ist denn das wichtig?

00:43:53: Und hier und da... Der große Teil der Unternehmen ist natürlich irgendwo dazwischen.

00:43:59: Und das heißt ja, da überhaupt keine Scheue.

00:44:03: Wir ... können das Thema meistens relativ schnell starten, wenn ein Unternehmen sagt hey let's go.

00:44:08: Fangen wir meistens ein, zwei Wochen später an und ja...

00:44:14: Ich finde das möchte ich gerne an der Stelle noch mal unterstreichen.

00:44:18: also ich glaube es ist jetzt hier in den vergangenen Wochenmonaten auch immer wieder deutlich geworden dass das ein Thema ist, das mir persönlich einfach wahnsinnig wichtig ist weil ich das aus verschiedensten Kontexten kenne.

00:44:28: wo es endet kann, wenn man sich nicht darum kümmert was es auch für Unternehmen bedeuten kann sprechen wir in der Steuerbranche ja durchaus auch darüber, dass es ein Fachkräftemangel gibt.

00:44:37: Das heißt das ist nicht die nächste oder die nächste, die schon draußen an der Straße steht wenn mir jemand gerade mal fünf Monate ausfällt und ich hole einfach den nächsten oder die Nächste rein.

00:44:46: Ich habe einfach über eine Adressierung dieses Themas einen wahnsinnigen Hebel dafür zu sorgen ,dass es meinen Leuten gut geht und die auch weiter für mich arbeiten.

00:44:57: Das hast du grade nochmal sehr deutlich gemacht, Nice to have.

00:45:02: und ich stelle jetzt jeden Morgen sind oder leg jetzt jedem morgen einen Duplo auf den Schreibtisch überhaupt nichts, sondern wir sprechen wirklich über ein Thema das massive Auswirkungen auf Produktivität haben kann.

00:45:13: Und hat.

00:45:14: auch deswegen finde ich es so schön dass du auch sagst ja und wir können da auch schnell starten.

00:45:19: Wir können da niedrigschwellig starten Es muss gar nicht wahnsinnig riesig aufgegangen sein Sondern es gibt auch einfache Möglichkeiten da rein zu gehen.

00:45:27: Exakt hast du gut zusammengefasst.

00:45:33: Ja, ich glaube... ...was man auch immer sich verdeutlichen sollte ist einfach wenn man selber mal überlegt.

00:45:40: Auch die letzten fünf, zehn Jahre immer und wenn man selbst Phasen hatte in denen man durch eine Krise, durch eine schwierige Zeit gegangen ist.

00:45:47: Welchen enormen Einfluss das auf seine Produktivität, auf seine Leistungsfähigkeit hat?

00:45:53: Wenn man das einfach mal wieder vor Augen hat!

00:45:56: Und ich habe mehrere Phasene in den letzten Jahren, die mir sofort in den Kopf kommen und wo einfach klar es wieder so Okay.

00:46:04: Und das geht natürlich den meisten Menschen so, dass man einfach diese Phasen hat wo man in schwierigen Situationen ist und wenn man dann einfach natürlich schnell wieder eine Phase reinkommt wo man leistungsfähig ist, hat es natürlich einen enormen Impact für das Unternehmen.

00:46:20: Ja und da kann ich vielleicht auch noch mal ganz kurz anknüpfen dazu, denn also ich bin auch hundertprozentig überzeugt dass jeder diese Phasen kennen.

00:46:27: Und jeder hat mal diesen Mittwochmorgen, an dem man keinen Bock hat aufzustehen und nach Berlin zu fahren zu diesem Meeting, zu diesem Konkurrenz, wird es immer geben usw.

00:46:36: Das ist natürlich nicht in allen Fällen sofort eine psychische Krankheit und so.

00:46:41: aber wenn sich das natürlich mehr dann brauche ich nicht wiederholen hast du vorher alles gesagt?

00:46:44: Dann Einfach relevant.

00:46:46: und ich mache da häufig den Vergleich so mit dem mit dem Tagebuch schreiben also wenn du Dinge mal aufschreibst oder mal aussprichst.

00:46:52: Und das ist ja genau der case, den ihr auch anbietet.

00:46:54: Also einfach auch mal mit jemandem sprechen zu können.

00:46:57: Das hilft in ganz vielen Fällen schon so unglaublich viel und es nimmt schon so unglaublich viel Druck vom Kessel dass man damit auch einfach gar nichts falsch machen kann.

00:47:07: Also es kann nicht nach hinten losgehen irgendwie, ich finde so ist... Du kannst fahrlos starten damit.

00:47:12: So interessant natürlich auch wie schnell man oft wo Leute auch sagen in enormen Krisensen denken oh mein Gott und das geht dich mir weiter und wie schnell du dann oft innerhalb von sagen wir mit drei vier fünf Sitzungen mit einer guten Therapeute den guten Psychologin sehen wir oft enorme Verbesserung.

00:47:31: Das ist das sehr spannende dabei, weil es oft sitzt im Kopf in meinen Gedanken.

00:47:35: Ich habe niemals mit denen ich richtig darüber rede und genau wie du sagst, es geht dann oft einfach darum dass man auch mal drüber redet, dass man das mal ausspricht merkt... Ui!

00:47:43: Ist ja gar nicht so schlimm und vielleicht komme ich doch irgendwie damit klar.

00:47:50: Wir können hier noch sechs Stunden weiter sprechen, weil ich jetzt da auch wieder einen Knoepfungspunkt hätte.

00:47:55: Weil das total bestätige ist in wenigen Stunden kannst du so unglaublich viel bewirken.

00:48:01: Das stellt man sich gar nicht vor.

00:48:03: aber ich glaube es ist auch total deutlich geworden Jonas und deswegen bin ich dir wahnsinnig dankbar dass wir da heute darüber gesprochen haben, dass du heute auch nochmal einen weiteren Ansatz geliefert hast uns oder mitgebracht hast wie man das Thema angehen kann.

00:48:16: Ich habe es gerade vorhin schon so dir zwischen rein grätschend gerufen, ich verlinke natürlich die Website und auch dein LinkedIn-Profi über den E-Mail ist super gerne auch nochmal in den Shownotes und darf mich noch mal ganz recht herzlich bedanken fürs Gespräch und für deine Bereitschaft hier dabei zu sein bei Fürth.

00:48:33: Ja vielen Dank für die Einladung heute.

00:48:35: Spaß gemacht und schönen Tag!

00:48:40: Das war Verhört Steuerfällen auf der Spur mit Florian Weber.

00:48:48: Verpassen Sie keine Ermittlung und abonnieren sie uns in Ihrem Podcast-Kanal.

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