Gehst du wirklich deinen eigenen Weg?
Shownotes
„Erfolg ist für mich heute, wenn du deinen eigenen persönlichen Weg gehst.“
Johannes Lemminger ist Steuerberater, Unternehmer und der Mensch hinter Zacharias Zaster. Mit der Kunstfigur möchte er zeigen, dass Steuern nicht nur kompliziert und trocken sein müssen. Doch ausgerechnet Johannes selbst hatte lange Zeit überhaupt keine Freude an seinem Beruf.
In der aktuellen Folge von Verhör(t) spricht Host Florian D. Weber mit Johannes darüber, wie man jahrelang einen Weg verfolgen kann, der sich richtig anfühlt – obwohl er möglicherweise nie der eigene war. Johannes berichtet, dass er bereits als Kind davon ausging, später die Kanzlei seines Vaters zu übernehmen. Erst viele Jahre später erkannte er, wie stark diese vermeintlich selbst gewählte Entscheidung sein Leben geprägt hatte.
Besonders persönlich wird das Gespräch, als Johannes von seinem ersten Versuch beim Steuerberaterexamen erzählt. Damals gab er in der schriftlichen Prüfung ein leeres Blatt ab. Rückblickend sieht er darin ein deutliches Signal seines Körpers und seines Geistes – erkannt hat er es zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht.
2017 erreichte Johannes schließlich einen Punkt, an dem Veränderung für ihn alternativlos wurde. Nach der Lektüre eines Buches erklärte er seinem Team, dass er künftig alles anders machen müsse. Aus der klassischen Steuerkanzlei entwickelte sich über mehrere Jahre eine Organisation, in der Vertrauen, Selbstverantwortung, Kreativität und persönliche Begeisterung eine zentrale Rolle spielen.
Florian und Johannes diskutieren darüber, ob Leistung wirklich nur anhand von Umsatz, Arbeitszeit und Produktivität gemessen werden kann. Johannes vertritt die These, dass eine Organisation grundlegend anders arbeitet, wenn Menschen nicht durch Kontrolle und äußere Anreize, sondern aus eigener Begeisterung handeln.
Dabei geht es auch um Vertrauensarbeitszeit, ungewöhnliche Ideen von Mitarbeitenden, Selbstorganisation und die Frage, wo Freiheit im Unternehmen ihre Grenzen findet. Johannes macht deutlich: Eine Organisation ist kein Wunschkonzert. Ihre Aufgabe besteht aber darin, einen Raum zu schaffen, in dem Menschen Verantwortung für ihr eigenes Wohlbefinden und ihre persönliche Entwicklung übernehmen können.
Eine Folge über berufliche Selbsttäuschung, den Mut zur Veränderung und die vielleicht wichtigste Frage des Arbeitslebens:
Gehe ich wirklich meinen eigenen Weg?
Verhör(t) ist der True-Life Podcast für die Steuerbranche.
In Geschichten aus dem echten Leben ist unser Ermittler Florian D. Weber spannenden Steuerthemen auf der Spur. Mal mehr, mal weniger alltäglich ermittelt er Umstände, Fakten, Hintergründe und Lösungsansätze seiner Gäste.
Verhör(t) ist eine Produktion des Haufe Steuer Office.
Idee und Produktion: Florian D. Weber Schnitt: Nora Steinbrecher
Gerne habt ihr die Möglichkeit, euch mit Feedback, Anregungen, Wünschen und allen anderen Anliegen direkt an uns zu wenden.
Schreibt dafür einfach an: steuer-office@haufe.de
Selbstverständlich freuen wir uns auch über eure positive Bewertung auf der Plattform, auf der ihr diesen Podcast gerade hört!
Transkript anzeigen
00:00:01: Hallihallo und ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Verhört.
00:00:05: In der heutigen Folge spreche ich mit Johannes Lemminger, Steuerberater, Unternehmer und Erfinder von Zararias Zasta!
00:00:13: Doch diese Folge handelt nur am Rande davon wie Steuern mehr Spaß machen können – im Kern geht es nämlich um eine viel grundsätzlichere Frage.
00:00:22: Woran erkennen wir eigentlich?
00:00:23: Ob wir wirklich unseren eigenen Weg gehen?
00:00:27: Johannes erzählt sehr offen davon, wie er beinahe aus seinem Beruf ausgestiegen wäre.
00:00:31: Warum er sich jahrelang selbst eingeredet hat die richtige Entscheidung getroffen zu haben und wie er seine Kanzlei anschließend Schritt für Schritt vollständig verändert hat.
00:00:41: Freut euch auf ein ungewöhnlich persönliches Gespräch über Begeisterungen Selbstverantwortung und über die Frage ob Leistung wirklich immer an Umsatz Arbeitszeit und Produktivität gemessen werden muss!
00:00:54: Mein Name ist Florian de Weber, ich bin Host und Moderator von Verhörd.
00:00:57: Und ich wünsche euch jetzt ganz viel Spaß im Gespräch mit Johannes Lemminger!
00:01:05: Die spannende Welt der Steuern im Verhöhr Der Podcast für typische und weniger typische Steuerfälle Nehmen Sie Platz!
00:01:16: Florian Weber startet Jetzt die Spurensuche.
00:01:28: Ich bin mir noch nicht so ganz sicher Johannes, wie ich dich ansprechen soll?
00:01:31: Johannes Lemminger oder sage ich Zacharias Zaster.
00:01:34: Was ist jetzt... was ist die richtige Ansprache heute?
00:01:39: Normalerweise einfach Johannes.
00:01:42: Oder Zaster bekomme ich auch sehr oft zu hören.
00:01:45: nur Zaster!
00:01:45: Nur
00:01:45: Zaster?!
00:01:47: Weil die Verbindung natürlich Zaster, also so ist es ja auch entstanden mit diesem Geld.
00:01:52: Ist ja ein Synonym aus meiner Sicht.
00:01:55: Da werden dann auch einfach nur Zasta angesprochen.
00:01:58: Ja, ist ganz spannend.
00:01:59: Weil du hast ja... Kann man's alter Ego nennen?
00:02:03: Geschaffen mit Zacharias Zaster oder ist es eher tatsächlich eine Kunstfigur?
00:02:08: Ja das ist spannend!
00:02:09: Ich werde das oft gefragt.
00:02:10: Am Anfang wurde ich auch wirklich als Zacharias zaster, dass ich das wirklich bin also auch das Bild oder diese Person und das siehst ihr, ich habe auch mittlerweile einen weißen Bart der ist nicht ganz so lang Und dann war ich auch in der Kamera beim Termin und trotzdem wurde ich da noch verwechselt.
00:02:27: Die haben dann komisch geguckt, ein bisschen anders sieht er ja aus, aber theoretisch
00:02:30: könnte das sein.
00:02:32: Ganz spannend!
00:02:33: Aber ich glaube so die Hauptintentionen waren einfach zu erfinden dieses Thema Spaß an Steuern zu haben.
00:02:42: also gar nichts jetzt dass sich in anderer Form auftrete sondern dass einfach eine andere Figur in Verbindung gebracht wird mit Steueren.
00:02:50: Steigen wir doch da einfach mal direkt ein, aber vielleicht zeigen wir erst einmal ganz kurz wer du bist.
00:02:54: Johannes haben wir gerade schon gesagt, Johannes Lemminger und du bist selbst auch Steuerberater in einer eigenen Kanzlei wobei dann gucken wir nachher nochmal sicherlich spezifiziert drauf inwiefern das noch stimmt und Du hast eben mit Zacharias Zaster eine Figur geschaffen die genau diese Idee hat, die die Idee hat irgendwie mehr Spaß an Steuern nach draußen zu tragen und ja auch im Podcast oder so insgesamt in dem was Du machst Auch zu informieren, also wirklich auch in eine breite Masse zu tragen.
00:03:24: Dass Steuern nicht so komplex sind, dass Steueren auch Spaß machen können und so weiter.
00:03:28: Würdest du sagen es gelingt?
00:03:30: Also das Schöne ist mir jetzt gerade bei deiner Frage oder deinem Intro eingefallen.
00:03:36: Ja Zahra Rias Zaster war ja im Endeffekt die Aufgabe, dass wir Steuerspaß machen!
00:03:42: Und ich glaube das macht's ebenso authentisch... Und das ist auch wieder die Verbindung zu unserer Kanzlei, dass alles was wir tun mit Authentizität zu tun hat.
00:03:51: und Zahariya Sasta ist im Endeffekt nichts anderes.
00:03:53: Weil ich ja erkannt habe, ne?
00:03:55: Zweitausend siebzehn.
00:03:56: Ey shit!
00:03:57: Ich mach hier einen Beruf den ich überhaupt nicht will.
00:03:59: Ich hab überhaupt keinen Spaß ansteuern... ...und trotzdem kam ich dann danach auf die Idee, Zahiriya Saster zu entwerfen, zu entwickeln.. ..und ich glaube es war gar nicht bewusst Absichtlich, ich brauche jetzt Spaß an Steuern weil ich tue ja heute ganz viele andere Dinge.
00:04:15: Aber es war so im Unterbewusstsein, dass sich diesen Spaß dann plötzlich auch mit Steueren habe das ich heute ein Steuempodcast mache der schon über fünf Jahre funktioniert.
00:04:26: Könnte ich hätte ich erst sonst gar nicht machen können?
00:04:27: Weil das Thema an sich interessiert mich ja gar nicht mehr
00:04:30: und das finde ich wahnsinnig spannend weil ich hab's gerade schon gesagt du bist Steuerberater und du bist nach wie vor Steuerberater und du bist auch Steuerberator in einer eigenen Kanzlei, die du zusammen mit deinem Bruder führst.
00:04:41: In eine Kanzlei, die ihr vor allem euren Vater übernommen habt.
00:04:44: Und bei allem was ich jetzt so erzähle und sage, wundere ich mich schon sehr dass du sagst Ich hab Eigentlich gar keinen Spaß mehr ansteuern, weil dann ist Steuerberater offensichtlich der falsche Beruf oder?
00:04:55: Ja, also im Jahr zwei tausend siebzehn hätte ich ja auch gesagt Ich steige aus diesem beruf.
00:05:00: Oder ich war praktisch schon soweit bis halt ein befreundeter Unternehmer heute Heute einen befreunde der unternehmer damals habe ich ihn erst kennen gelernt zu mir gesagt hat hey Johannes du bist doch blöd macht auf das was du tun willst in deiner kanzlei und ich glaube dass es auch für alle anderen Kanzleien so kann ein Weg sein, dass wir halt oft denken er geht nicht oder das gibt es nicht.
00:05:24: Was sagt das denn?
00:05:25: Das sagt ja unser eigener Kopf unsere eigene Gedanken und dieses Potenzialhebias sitzen doch an einer unglaublichen Quelle.
00:05:32: als Steuerberater also wir wissen ja oftmals mehr als der Partner von dem Unternehmer und diese Quelle auch für andere Dinge zu nutzen immer in Gedanke win-win.
00:05:43: Also dass immer ein Mehrwert entsteht ... für uns als Kanzlei und genauso für den Kunden.
00:05:49: Vielleicht fangen wir mal ganz vorne an, ... ... so ganz viele Sachen habe ich schon genannt, aber eben ... ... kommen gleich aufs Jahr.
00:05:55: zwei tausend siebzehn, ... … aber nochmal vorne dran angesetzt….
00:05:58: Wie kam es überhaupt dass du in der Steuerbranche gelandet bist?
00:06:02: War das einfach weil dein Vater Steuerberater war... ... und es gab irgendwie gar nie eine andere einen anderen Weg?
00:06:07: oder wie ist das überhaupt zustande gekommen?
00:06:09: Ja also ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, ... .... aber für mich war's schon immer klar ne!
00:06:12: Also ich glaube schon im Kindergarten hab' ich gesagt ja….
00:06:15: dass ich nicht Arbeitnehmer werde, das war schon immer in meinem Kopf.
00:06:20: Wobei mein Papa ja nicht das Vorbild waren, weil den habe ich morgens und abends nicht gesehen.
00:06:25: Der war klassisch viel länger als acht Stunden am Tag bei seiner Arbeit – auch am Wochenende!
00:06:32: Kann ich mich, das Bild von meinem Papa im Liegestuhl in der Sonne und Fachliteratur lesen.
00:06:39: Also am Samstag oder am Sonntag auch am Baggersee wo wir oft waren da war die Fachliteratur dabei.
00:06:46: also und das war jetzt nicht mein Traumbild von einem Beruf.
00:06:50: trotzdem war für mich immer klar als ich werde Unternehmer oder Selbständiger.
00:06:55: damals war mir die Unterscheidung auch nicht klar.
00:06:58: Und so ist es eben ja was vorgegeben Wobei mein Papa niemand war, der gesagt hat hey lieber so du musst das tun und so weiter.
00:07:06: Es war einfach ich habe es mir selber in die Wiege gelebt.
00:07:10: So würde ich das heute bezeichnen Ich hab mich da selbst manipuliert.
00:07:15: Und dann braucht es aber doch ein wahnsinnig hohes Maß an Disziplin und am Ende ja auch einen Willen, das durchzuziehen.
00:07:22: Weil also ich sehe das noch total ein okay und da macht man die Ausbildung zum Steuerfach angestellten vielleicht fängt man damit an oder man steigt möglicherweise direkt mit dem Studium ein so auch noch gekauft.
00:07:31: Aber dann Diese ganze Zeit, die man dann hat bis man dieses Examen hat.
00:07:36: Wo das Examen am Ende ja irgendwie nur der kleinste Teil davon ist es eigentlich schreiben.
00:07:40: aber diese Vorbereitung dieses Lernen dieses dranbleiben dieser Disziplin das verlangt einem doch wahnsinnig viel ab.
00:07:46: und das also frage mich so bisschen wie hast du das durch gehalten wenn du gar nicht richtig diese Leidenschaft.
00:07:55: Ja ich habe damals auch einfach ein anderes Leben geführt.
00:07:58: Ein Leben was eben nicht meines war hat ja meine unglaubliche Depression, die ich damals schon hatte enorm verstärkt.
00:08:06: Aber absolut auch in Unterbewusstsein und ich kann mich noch genau daran erinnern und später reflektieren.
00:08:12: ab zwei tausend siebzehn war mir klar also als ich habe beim ersten Mal zwei Tausend Vier oder Zwei-Tausend Drei der schriftlichen gemacht genauso um Zwei Tausen drei das Schriftliche gemacht und ich war an der Prüfung gesetzt und haben leeres Blatt abgegeben.
00:08:28: Da hätte ich eigentlich merken müssen, eben mein ganzer Körper.
00:08:31: Mein ganzer Geist sträubt sich eigentlich gegen diesen Beruf nicht gegen diese Prüfung und trotzdem habe ich das damals nicht erkannt und hab dann beim zweiten Mal halt eben dann blatt abgegeben und habe dann auch bestanden.
00:08:45: War ja
00:08:45: nicht so schlecht offensichtlich dann?
00:08:47: Ja!
00:08:47: Und auch so dass das mündliche dann gar kein Thema mehr war.
00:08:52: aber im Nachhinein unglaublich wir Menschen so etwas gar nicht erkennen, dass ich... Ich sei es ja da nicht oder ich habe gelernt, ich lerne jetzt hier irgendwas was mir keinen Spaß macht.
00:09:03: Das war ja nicht so!
00:09:04: Sondern ich war davon überzeugt das macht mehr Spaß aber tatsächlich hat es mir nie Spaß gemacht.
00:09:10: Aber das ist eben diese Selbstmanipulation Diese Selbstlüge die wir Menschen ewig lang aufrecht erhalten können.
00:09:17: Was glaubst du womit das zusammenhängt?
00:09:19: Ja, ich glaube es hängt damit zusammen und das ist ja auch eine Beratung die wir heute tun dass wir einfach nicht auf unserem eigenen Weg sind sondern eben uns auf fremden Wegen bewegen.
00:09:30: Und das eben nicht erkennen.
00:09:32: Wir glauben Es ist unser Weg.
00:09:34: also Ich habe ja auch immer eine Herausforderung mit Zielen.
00:09:37: Also Ziele sind per se nicht positiv oder negativ Das kann unglaublich wertvoll sein aber oft Ist eben ein Ziel Nicht dein Ziel und dann jagst Du irgendetwas hinterher Ja was im Endeffekt eben nicht ein Weg ist und da ist dann Ziel unglaublich negativ, weil das leidet dich noch mehr in dieser Richtung.
00:09:56: Und ich glaube dass war so auch meine Herausforderung wirklich zu wissen wer ich bin.
00:10:02: Ich schicke mal eins voraus es ist jetzt hier gleich keine Kritik an irgendwelchen Eltern Und daran, dass man Kindern auch was mit auf den Weg gibt.
00:10:10: Aber ich komme da zu einem ganz ähnlichen Schluss weil ich das von mir... ...auch total kenne.
00:10:15: und ich würde bei mir beispielsweise auch sagen ähnlich wie du es beschrieben hast Johannes.. ..dass mein Vater oder meine Eltern mich nie in eine Richtung gedrückt haben nie!
00:10:23: Die hätten nie gesagt macht dies oder jenes Ich wollte Pilot werden.
00:10:26: das haben die unterstützt.
00:10:27: ich wollt zur Polizei das haben sie unterstützt.
00:10:30: alles.
00:10:30: Das einzige was immer so mit geschwungen ist war Mach halt was, was sicher ist.
00:10:35: Also mach was wo von du leben kannst und ich werde das nie vergessen wie mein Vater aus allen Wolken gefallen ist als ich dem gesagt habe Vater ich mache mir selbstständig als Moderator Und ich bin quasi Künstler der ist aus allen wolken gefallen weil es so gar nicht sein lebenskonzept war und wir haben viel darüber gesprochen mittlerweile und ich glaube mittlerweile Es wäre auch sein Weg gewesen.
00:10:55: Mein Vater hatte immer Hang zum Schauspiel, hatte immer... ...Hang zu Comedy, zu solchen Auftritten und hat das aber nie gemacht.
00:11:03: Und ich glaube, dass ist ein ganz wesentlicher Unterschied zwischen ihm und mir heute,... ...dass ich das einfach machen kann.
00:11:09: Und ja, wir sprechen über eine völlig andere Zeit und so gar keine Kritik.
00:11:13: Und auch gar keine kritik eben an Eltern die diesen Weg vorgeben.
00:11:16: Aber ich glaube auch, dass es eine ganz wesentliche Herausforderung ist,... ...das wir selten die Chance haben ... unseren eigenen Weg zu finden.
00:11:25: und jetzt auch da mein Hot-Take, das fängt in der Schule schon an.
00:11:29: Das fängt ja schon an dass wir Kinder... ...in Systeme pressen, in die sie nicht
00:11:33: reinpassen.".
00:11:34: Ja!
00:11:35: Und wir lassen uns halt da ja auch reinpressen.
00:11:37: Da hast du ja gar nicht die Wahl.
00:11:38: also es fängt schon wie ein Kindergarten an.
00:11:41: Und es fängt wahrscheinlich je nachdem wann du in den Kindergärten gehst, schon Zuhause an.
00:11:45: Also das ist halt unglaublich ne?
00:11:47: Ich habe jetzt richtig Gänsehauten.
00:11:48: Also auch als du das gesagt hast deinem Papa wahrscheinlich eben auch lieber in eine andere Richtung gegangen wäre.
00:11:56: Bewusst hatte das wahrscheinlich nie gewusst, es war irgendwo in seinem Unterbewusstsein aber bestimmt verankert.
00:12:02: und das ist halt so unglaublich herausfordernd weil in dem Moment wo wir mal auf anderen Wegen sind wir sehen's eben nicht und sagen ich muss ja nur abbiegen dann bin ich auf meinem Weg leider in vielen Fällen nicht so einfach.
00:12:17: Und deswegen, ich werde sehr oft gefragt hier Johannes was ist für dich Erfolg?
00:12:20: und das ist eben für mich heute Erfolg wenn du deinen eigenen persönlichen Weg gehst?
00:12:25: es gibt für mich keinen größeren Erfolg.
00:12:29: und da kannst du dir überlegen ja ja das kann der Erfolg unterbrechen weil dein persönlicher Weg das kann etwas ganz banales sein Aber wenn es deiner ist, wie geil ist das denn?
00:12:39: Ich habe mich im Rahmen meiner Promotion lange mit positiver Psychologie auseinandergesetzt.
00:12:44: und können wir jetzt auch schon sagen ich hab mir deine Kanzlei schon besuchen dürfen.
00:12:47: Ich durfte ja schon zweimal vorbeikommen und habe so sicherlich nicht verstanden, wie er arbeitet aber ich habe einen Einblick bekommen.
00:12:56: Bei euch in der Kanzlei sprechen wir auch gleich drüber.
00:12:58: Es sind ja so ganz viele Aspekte von positiver Psychologie, die am Ende ich brechst mal wirklich ganz weit runter nichts anderes heißt als Ich setze den Menschen mit dem ich arbeite da bei mir im Unternehmen ist und das umfällt indem er aufblühen kann weil Auch das völlig klar.
00:13:13: natürlich führt es dazu dass Die leute wahnsinnig glücklich werden dass die eine ganz andere Arbeitsmoral an den tag legende ganze andere Motivation.
00:13:22: Aber es ist jetzt gerade in der Branche in der du unterwegs warst ... halt nicht der typische Weg, oder?
00:13:27: Weil die Haltung zumindest wie ich es hier an vielen Stellen wahrnehme ist ja schon noch... Ja da muss man auch mal durch und wer erfolgreich sein will muss halt auch viel arbeiten.
00:13:35: Und so was um diese ganzen Klischees mal rauszuholen.
00:13:38: Ich glaube die Glaubenssätze begegnet ihr überall!
00:13:41: Nicht nur in unserer Branche weil unsere Kunden sind ja andere Unternehmer und da heißt das identisch.
00:13:48: also ich glaub du hast egal über die Branche gebrochen überall die gleichen Herausforderungen heute.
00:13:55: Ich habe auch gerade aktuell ein sehr bestimmendes Thema.
00:13:59: Wie messen wir den Leistung?
00:14:01: Das ist natürlich in unserer Branche typisch, da können wir das ja auch schön tun und dann kann ich genau ausrechnen der kostet mit mir sechzigtausend Euro jeden muss aber auch hundertachzig tausende Euro umsetzen.
00:14:13: Liebe Kollegen hört damit auf!
00:14:15: Also jeder der das hört setzt anderes Systeme ein weil es ist, glaube ich die Herausforderung wie wir Selbstleistungen definieren.
00:14:24: Und das hat heute für mich eben nichts mehr mit Leistung zu tun.
00:14:28: Das ist eine Art von Leistung und die haben mir so fest etabliert auch andere Branchen.
00:14:33: Es geht aber halt was vom Output kommt raus?
00:14:36: Und jetzt stell dir doch einfach mal vor, dass war auch der Grund unser eigenes Dashboard zu entwickeln.
00:14:41: Ich habe immer so die Idee, jetzt stell Dir mal vor du hast ne Organisation und da ist der durchschnittliche Selbstwert von allen Mitgliedern bei zwanzig auf einer Skala von null bis hundert.
00:14:51: Und ich glaube, das ist so... Das würde es vielleicht treffen wenn du dich darum eben nicht kümmerst.
00:14:56: und jetzt stell dir mal vor, du hast morgen eine Organisation da ist dieser Selbstwelt bei achtzig.
00:15:02: Das wirst du nicht mehr vergleichen können?
00:15:04: Ja!
00:15:04: Das ist ne andere Organisation die sich von selbst organisiert.
00:15:09: Du hast einen unglaublichen Flow und um das ist für mich heute Leistung.
00:15:13: Ich definiere heute Leistungen und da sind wir wieder beim Thema Mensch zu sein Das ist für mich noch heute Leistung und nicht irgendeine Umsatzgröße zu erreichen oder einen Gewinn.
00:15:25: Hey, das ist so banal und ja
00:15:27: zerstörerisch.".
00:15:29: Aber kritisch drauf geguckt muss man doch dann dagegen halten?
00:15:31: Na ja klar!
00:15:32: Das ist alles schön und gut in der Theorie aber das funktioniert ja auch nur solange die Zahlen der Kanzlei insgesamt stimmen.
00:15:38: Das funktioniert solange eben jeder seinen Gehalt mal drei erwirtschaften kann,
00:15:42: oder?!
00:15:43: Ja, aber vielleicht funktioniert es ja gerade deshalb.
00:15:46: Weil ich nicht mehr diese extrinsische Motivation brauche sondern plötzlich auch die Mitarbeiter intrinsisch motiviert sind.
00:15:55: Das ist doch auch diese Diskussion, die ja geführt wurde und ich weiß das gar nicht aktuell.
00:16:00: Es ging um die Bundesjugenspiele.
00:16:03: In Deutschland sind die jetzt abgeschafft oder es gibt keine Urkunde mehr?
00:16:06: Gibt keine Wertung mehr, glaube ich.
00:16:08: Ja
00:16:08: genau!
00:16:09: Dann habe ich mich gefragt... Ich hab neulich auch eine Podcast-Folge dazu aufgenommen.
00:16:12: irgendwie habe ich dann damals motiviert.
00:16:15: ja also ich hatte immer die Ehrenurkunde.
00:16:18: aber rückblickend ey das war nie die Motivation sondern ich habe es geliebt Sport zu machen, ich habe ist gelieb Gerätetouren zu machen und ich habe geliebet hundert Meter zu laufen oder den Ball weitzuwerfen.
00:16:29: Es waren meine intrinsische Begeisterungen die dafür dafür gesorgt hat, dass ich halt eben die Ehrenkunde hatte.
00:16:35: Aber ich brauchte nicht diese Motivation, das ich mich vergleiche oder andere schaffe.
00:16:41: Ich weiß, das tun heute viele.
00:16:43: aber wenn du die Begeisterung hast dann brauchst du diesen Fremdvergleich nicht.
00:16:48: und dann brauchste auch nicht den Vergleich mit dir selbst sondern du tust es aus eigenem Antrieb, aus eigener Begeistigung Und deswegen bin ich auch großer Verfechter mehr brauchen keine Schulnoten.
00:16:58: Wir kriegen damit trotzdem hin, dass die Menschen, die Schüler, die Kinder begeistert sind.
00:17:02: Wir brauchen ein anderes System und genau so sehe ich das eben für Organisationen.
00:17:07: Ja es ist spannend weil das natürlich irgendwie schwierig ist da jetzt was gegenzuhalten, weil wir... also weil es keinen Beleg dafür gibt.
00:17:16: Klar könntest du sagen okay Waldo auf Schulen arbeiten ja offensichtlich auch so und arbeiten ja soweit ich weiß ohne Notend bin nicht tief genug im System drin aber ohne Noten und schaffen es ja offensichtlich auch gute Abschlüsse hinzubekommen.
00:17:26: Aber gerade in Unternehmen tun wir das ja noch gar nicht, deswegen ist ja so wahnsinnig schwer zu sagen, stimmt das oder stimmt das nicht?
00:17:33: Ich kann nur dieses Beispiel von den Bundesjugendspielen interessanterweise nochmal aufgreifen weil du hast mich da schon ertappt sag ich dir ehrlich, weil ich der klassische Typ Teilnehmerurkunde war, weil es mich wirklich... Also ich laufe heute Marathon und all solche Sachen.
00:17:45: also nie dass ich kein Interesse an Sport gehabt hätte überhaupt nicht aber darauf hatte ich keinen Bock.
00:17:50: Also wirklich, das war für mich... Da dachte ich okay.
00:17:52: Das ist halt dieser Tag da musst du jetzt halt hin.
00:17:55: Da machst du so was du machen musst damit du zur nächsten Station kannst.
00:17:58: also klassischer Typ Teilnehmerokunde.
00:18:00: Was natürlich jetzt irgendwie so bestätigt was du sagst weil mich hast du damit nicht gelockt.
00:18:03: So
00:18:04: klar
00:18:05: und genau.
00:18:06: wenn der Sport, wenn es Ball werfen mein Ding gewesen wäre dann natürlich etwas anderes.
00:18:11: Aber es ist doch trotzdem ein bisschen die Frage wie du das ... jetzt bei euch im Unternehmen etablierst.
00:18:15: Du hast gesagt, ... ... es kam für dich so dieser Bruch vielleicht ... ... schiebe ich die Frage einmal vorweg noch?
00:18:21: Du hast dann gesagt zu... ... oder ich weiß das jetzt dass du damals ein Buch gelesen hast und von einem Tag auf den anderen irgendwie ja ... ... für dich wirklich bewusst wahrgenommen hast Ich bin hier nicht mehr auf dem richtigen Weg.
00:18:32: Vielleicht kannst du das nochmal so bisschen teilen.
00:18:34: Ja also ... Das ist mein Bruder ja eingeschickt zum ersten Viertel damals, oder erst im Ersten.
00:18:43: Genau so war es.
00:18:44: Und dann war ich vier Monate anscheinend ein Zombie unterwegs.
00:18:49: Also das weiß ich nur von meiner Frau die mich so beschrieben hat... Das
00:18:52: will man hören von seiner Frau!
00:18:54: Ja
00:18:54: und auch hier wieder das Unterbewusstsein gar nicht bewusst wollte ich meinen Bruder wahrscheinlich vom dem Weg bewahren den ich halt damals bis dahin gegangen bin Und da siehst du das ja auch wieder.
00:19:06: Ja, aber das ist der Weg von meinem Bruder.
00:19:09: Also ich kann nicht meinen Weg mit dem von meinem Bruder vergleichen und für mich war ihnen derweg damals im Unterbewusstsein unglaublich schlimm.
00:19:17: Deswegen habe ich wohl versucht alles von einem Bruder hier fernzuhalten und das hat halt am siebzehnten vierten zwei tausend siebzen war dann der Tag Oster Mondag dazu geführt dass sich tatsächlich mal ein Sachbuch gelesen haben Von heute auch ein Unternehmer, der heute Kunde bei uns ist.
00:19:33: Weil ich den Unternehmer dann auch kontaktiert habe und das hat mir halt plötzlich gezeigt dass sich eben nicht auf meinem Weg unterwegs bin.
00:19:43: also das war im Prinzip das Ergebnis von diesem Buch.
00:19:46: Ich Bin Nicht Auf Meinem Weg Unterwegs Und Es War Mir Klar Ich Ändere Das Radikal weil Der Schmerzpunkt in Diesem Moment so unglaublich groß war Und es gab halt für mich keine Alternative.
00:19:57: Ich bin am nächsten Tag in die Firma gegangen und wir hatten eine Teamsitzung, und ich habe es wirklich sagen müssen... Es ist für mich alternativlos!
00:20:06: Weil daran hängt mein Leben.
00:20:07: Es gibt für mich keinen Alternativen.
00:20:09: Das hab' ich in der Sitzung gesagt, wo wirklich dreißig Minuten habe ich wahrscheinlich nur geheult ...in dieser Sitzungen.
00:20:15: Aber das musste ich sagen weil ich das Gefühl hatte, ich wurde nicht ernst genommen.
00:20:19: Also das ist wieder ein neuer Splien, ja irgendwas gelesen und
00:20:22: jetzt kommt was neu.
00:20:25: Aber das war eben dann der harte Kart und seitdem hat sich alles verändert.
00:20:30: Natürlich nicht ganz so radikal, also es war schon radikal genug.
00:20:33: aber ich habe ja damals auch gesagt, alles was ich gestern gemacht habe mache ich heute nicht mehr.
00:20:38: Das hat dann schon bis zum Jahrzehntausend einundzwanzig gedauert dass ich wirklich all diese Dinge Heute Nicht mehr tue.
00:20:45: aber Es War Trotzdem natürlich Ein unglaublicher Schritt.
00:20:48: Ja, wenn ich zurückblicke, wo wir im Jahr zwei tausend siebzehnt standen.
00:20:51: Das kannst du nicht mehr vergleichen.
00:20:53: Aber dieser Weg ist eben nicht einfach ein Schalter oder irgendeinen Knopf drücken und dann funktioniert er sondern das ist ganz klar Zeit.
00:21:02: Und wenn ich sage bei uns hat es fünf Jahre gedauert, dann merkst du sofort in der Reaktion oh shit!
00:21:06: Dann ist das nichts für mich.
00:21:07: Ich will ja so schnell wie möglich diesen Ballastweg oder ich will einen anderen Weg haben eine andere Organisation.
00:21:14: Und dann merkste das wirklich so im Gesicht?
00:21:18: Merken okay, dann weil dann sage ich im Endeffekt es geht nicht um das Ziel.
00:21:22: So wenn du morgen diesen Schritt gehst Dann begeistert dich dieser Weg und dann interessiert sich nicht mehr.
00:21:28: ob es fünf Jahre zehn jahre dauert spielt keine Rolle Und genau so war's bei uns.
00:21:32: also Ich würde den weg ja heute in keinster Weise abkürzen wollen dass ich die Fee habe und ich wünsche mir so zu sein In der Organisation Ja dann wäre ich ja diesen Weg nicht gegangen.
00:21:43: und und das ist doch genau das geile deswegen auch hier jeden Ja, zu ermodigen diesen Weg einfach zu gehen.
00:21:50: Kannst du das Bild einmal für uns aufmachen?
00:21:52: Was so die Kanzlei war... ...zweitausendsehnten von der Du jetzt sagst ne es ist jetzt eine völlig andere Organisation also so zwo-tausendzehn verglichen mit heute.
00:22:01: Ja,
00:22:01: so Zwo-tausendzehnt.
00:22:02: wir waren in Anführungszeichen eine absolut klassische Kanzlei.
00:22:05: ja also ich kann dann vergleichen wie bei Momo ja die schwarzen grauen Männer Und auf der anderen Seite eben Momo oder ich sage heute gern Pipi Langstrumpf, das ist ja auch so ein Motto von uns.
00:22:18: Ich mache mir die Welt wie sie uns gefällt, auch symbolisch oder bildhaft.
00:22:23: Ich habe sofort alle Bilder damals ausgetauscht, so die klassischen Steuerberatungskanzlei-Bilder und hab die halt ersetzt durch Sprüche, durch Weisheiten extra Konzept My Better Life damals bei L&L.
00:22:39: Das waren so die ersten Schritte die wir halt umgesetzt haben.
00:22:42: Wir bewerten uns seit damals, seit zwei Tausend Siebzehn bewerten wir uns als Organisation selbst.
00:22:48: und ja das sind Dinge, die ich umgesetzt habe, die kannst du nicht empfehlen weil ich das viel zu schnell ins Team gebracht habe.
00:22:55: also ich hab aber das Team damit überfordert.
00:22:58: Aber Ja es war eben damals mein Weg.
00:23:01: Als Empfehlung würde ich das so nie rausgehen.
00:23:04: Und auch da siehst du unsere Entwicklung, wir kommen letztendlich von der Note vier dieser Selbstbewertung und wir stehen halt heute bei eins Komma Sieben.
00:23:13: Und das spiegelt eben auch diese Entwicklung und da geht es natürlich um den Menschen.
00:23:18: also das ist ein Benotungssystem wo auch der Mensch eben eine Rolle spielt auf Kundenseite wie auch Mitarbeiter Seite egal Es geht immer um den menschen.
00:23:26: ja und das ist so diese hauptsächliche Entwicklung deswegen sage ich Heute ist eben Leistungen Mensch zu sein.
00:23:34: Es ist unglaublich viel Kommunikation und es ist unglaubliche Konflikte.
00:23:39: Das gehört dazu, aber ich liebe es heute auch wenn Dinge schiefgehen.
00:23:43: Was ich so wirklich irgendwie interessant finde ist also eure Kanzlei funktioniert ja weißt du?
00:23:47: Also jetzt ist hier die Bestätigung dass das funktioniert und trotzdem fällt mir so wahnsinnig schwer mir das irgendwie konkret vorzustellen wie das funktioniert.
00:23:55: Ich weiß nicht begegnet dir das häufiger und wie erklärst du dass das funktioniert.
00:24:00: Ist es wirklich dieses Bundesjugenspiele, dieser Bundesjugendspiele-Vergleich?
00:24:03: oder wie machst du das greifbar?
00:24:06: Also ich würde sagen unsere Kanzlei könnte noch viel besser funktionieren.
00:24:09: also auch da sind wir irgendwo eben auf diesen Weg weil auch hier geht's mir um diese Begeisterung.
00:24:14: Wie gelingt es?
00:24:16: Ich habe die Begeusterung für alles was ich tue.
00:24:19: Ich brauche heute keine Disziplin.
00:24:21: Warum brauche ich denn Disziplinen?
00:24:23: wenn ich doch von irgendetwas begeistert bin dann brauche Es ist für mich selbstverständlich, dass ich es tue.
00:24:30: Das heißt nicht, dass Disziplin schlecht ist oder dass die Disziplinen hat seine positiven Dinge und das aber auf alle Mitarbeiter runterzubechen?
00:24:40: Was können die Mitarbeiter denn dafür tun, dass sie begeistert sind egal wie das dann aussehen könnte ob jetzt bei uns ja jemanden der im Sekretariat beschäftigt ist eben gleichzeitig noch Fitness anbietet weil sie Fitness eben liebt oder dass eine Mitarbeiterin für die ganze Kanzlei kocht, weil sie in Kochen eine Begeisterung hat.
00:25:00: Egal wie du das an die Kanzlei bringen kannst oder dass wir eben Dat spielen und auch die Arbeitszeit nicht stemblen von acht bis fünf oder wie auch immer sondern auch hier absolute Vertrauensarbeitszeit haben, dass der Mitarbeiter bei uns eben eine Stunde Tischtennis spielen kann Ohne sich Gedanken machen zu müssen.
00:25:20: Was mache ich jetzt mit der Arbeitszeit?
00:25:22: Und vor allem auch die anderen, sich nicht Gedanken machen müssen schreibt er das jetzt auf.
00:25:27: Also dieses Vertrauen in eine Organisation zu bringen?
00:25:31: aber da haben wir halt das nächste Dilemma.
00:25:33: Ich glaube insbesondere in unserer Branche weil Vertrauen entsteht nicht durch Kontrolle.
00:25:37: Ja nie!
00:25:38: Das ist total so herrlich.
00:25:40: So und jetzt kannst du die Frage an ja vielleicht deine Hörersteller wer kontrolliert denn überhaupt überall.
00:25:47: Und da kann ich gleich sagen, da ist kein Vertrauen.
00:25:50: Aber wird das nicht... Ich hatte gerade so einen Gedanken im Kopf.
00:25:55: Eingangs oder vorhin irgendwann schon mal gesagt, ich wollte immer mal Pilot werden und Fliegen ist eine Riesenleidenschaft für mich glaube ich früher sehr viele Stunden in irgendwelchen Flug-Simulatoren auch verbracht.
00:26:05: jetzt komme ich zu dir in die Kanzlei und sag Boah!
00:26:08: Also meine größte Leidenschaft ist schon in einem original nachgebauten Cockpit von der Boeing seven four sieben von Frankfurt für zwölf Stunden nach New York zu fliegen oder so.
00:26:18: Und ich möchte jetzt das Dudes umsetzt Das geht ja nicht, kannst du ja nicht machen oder?
00:26:23: Ja
00:26:25: ich nehme immer den Vergleich dass es bei uns ja nicht so ist.
00:26:28: Dass da der weiße Ritter vorbei kommt und alles dafür sorgt das es dir gut geht.
00:26:33: Das ist nicht meine Aufgabe.
00:26:35: Meine Aufgabe ist es, dass der Mitarbeiter ja das Verständnis hat, dass er dafür verantwortlich ist, dass es ihm gut geht.
00:26:43: Also, es ist ein ganz anderes System.
00:26:45: Ja?
00:26:46: Weil ich kann dem Mitarbeiter ja nicht die Begeisterung überstülpen oder so wie jetzt in deinem Beispiel das du sagst hey du brauchst halt hier einen Simulator in deinen Büro damit du begeistert bist.
00:26:56: Das ist nicht unsere Aufgabe.
00:26:57: Wir tun viele Dinge für unsere Mitarbeiter in Anführungszeichen aber die tun wir nicht isoliert für unseren Mitarbeiter Die tun wir für unsere Organisation weil ich davon begeistered bin weil unsere Organisation davon begeistet ist.
00:27:11: Aber Jeder Mitarbeiter ist in der Verantwortung, dass er hier im Paradies ist.
00:27:17: Ich sage oft in Vorstellungsgesprächen, ich hatte letzte Woche wieder Einzel, herzlich willkommen im Paradis!
00:27:22: Das ist es für mich.
00:27:24: Ich kann nicht dafür sorgen, dass es für den Mitarbeiter auch ein Paradies isst.
00:27:28: Ich kan die Grundlage und den Raum bieten aber der Mitarbeiter muss das selbst tun.
00:27:33: Das ist diese Selbstverantwortung Eigenverantwortungen, die wir an vielen Stellen unserer Organisation fördern.
00:27:41: Aber ich bleibe noch mal bei meinem Beispiel, das heißt wenn ich sage hey pass mal auf hier guck mal die Lufthansa hat ihr gerade eine alte sieben vier sieben ausgemustert.
00:27:50: Ich kann die Bauteile alle haben.
00:27:51: wir können jetzt bei euch im Keller ein Discogpit nachbauen ich kümmere mich drum und dann würdest du sagen ja dann mach Oder hat sowas schon auch Grenzen, weil man einfach sagen muss irgendwie auch der Organisation dienen?
00:28:04: Weil klar also ist was anderes als wenn Vertrauensarbeitszeit einfüllen.
00:28:08: Also ich würde sagen, Grenzen sind ja auch nur in unserem Kopf.
00:28:12: Ich könnte mir sofort eine geile Kombination vorstellen.
00:28:15: Sowohl als auch wie geil ist das, wenn du da so ne ausrangierende Boeing oder Airbus hast.
00:28:20: Ob die dann im Keller ist, ja wahrscheinlich kommt die dann eher auf unser Parkplatz und vielleicht wird sie noch aufgehängt.
00:28:25: Und du kannst dann auch als Kunde dadurch gehen... Es ist halt einfach macht ihr die Welt wie sie dir gefällt und es gibt doch uns niemand vor, wie wir Dinge tun.
00:28:38: Das könnte ich mir sofort supergeil vorstellen.
00:28:41: Und der Schöne ist so ein Vorschlag wie du jetzt hast, also ganz so wild war es bisher noch nicht.
00:28:45: Ja
00:28:45: genau das ist natürlich jetzt auch ja er bewusst ein großes Szenario aufgemacht.
00:28:49: weil ich mich so bisschen frage aber wo?
00:28:51: also klar Grenzen im Kopf aber irgendwo sind die dann tatsächlich auch finanziell ergreifen weiß nicht was eine sieben vier sieben kostet aber günstig wird sie nicht sein beispielsweise?
00:28:59: Ja genau aber da haben wir dann halt auch immer sehr schnell wieder einen Glaubenssatz dieses Geld, und dann kann ich sowas tun.
00:29:06: Ja wie geht es denn wenn du das Geld nicht hast?
00:29:08: Also wir haben ja oft eine Lösung und sehen nur die Lösungen.
00:29:12: eben wenn ich das Geld habe könnte ich das in das tun.
00:29:14: so warum hast du das als Lösung?
00:29:16: weil das Geld hast du nicht.
00:29:17: also dadurch entsteht doch Kreativität und plötzlich ob du das mit einem Geschäftsmodell verbindest vielleicht kann man damit ja in irgendeiner Form Geld verdienen wie auch immer oder eben irgendetwas anderes generieren ist.
00:29:31: Wir sind immer bemüht, im Sowohl als auch zu denken.
00:29:34: Und nicht eben entweder oder sowohl als Auch und das betrifft dann Mitarbeiter.
00:29:39: Wie geil ist es wenn Mitarbeiter irgendeine bescheuerte Idee in Anführungszeichen hat?
00:29:44: Wir setzen die nachher um.
00:29:46: Ich glaube, der Effekt kann unglaublich sein.
00:29:49: Egal wie bescheuert oder unrealistisch die Idee ist!
00:29:52: Aber auch immer ja mit der Gefahr dass du jemanden hast, der alle drei Wochen eine neue Idee hat?
00:29:57: Oder also denke ich auch wieder sehr an mich.
00:29:59: das könnte dir zum Beispiel jetzt mit mir sehr wohl passieren... Jetzt ist es noch die sieben für sieben.
00:30:04: nächste Woche interessiere ich mich gar nicht mehr dafür möchte aber gerne ein Fußballplatz auf dem Parkplatz haben oder so.
00:30:09: Das ist doch auch immer eine Gefahr.
00:30:10: dann,
00:30:10: oder?!
00:30:11: Ja, das Schöne ist dann gibt es ja die Organisation.
00:30:14: Meine Vision ist ja dass sie Organisation von selbst sich organisiert.
00:30:18: Das heißt da wird nicht jeder Wunsch den du jetzt als Mitarbeiter hereinbringst auch erfüllt sondern es wird dann gemeinsam entschieden.
00:30:27: Ist das sinnvoll?
00:30:28: oder wie könnte man das vernünftig verbinden?
00:30:30: Also das ist nachher diese Selbstorganisation.
00:30:34: Es gibt das ja nicht irgendwie ein Wunskonzert.
00:30:39: Aber Kreativität ist etwas, was wir lieben.
00:30:42: Weil durch Kreatativität entstehen nachher auch Dinge und das ist immer der Punkt, dass sage ich auch jedem Konten, tu es einfach weil durch das tun entstehen ja wieder Wege die du vorher gar nicht siehst, weil du es nicht tust.
00:30:55: so immer auf diesen schwarzen Brett Die Idee entwerfen hilft dir nicht, weil die dinge Durch Entwicklung durch das Tun ersten Gang gesetzt werden.
00:31:05: Was ich gerade in meinem eigenen Kopf so ein bisschen an mir selbst beobachten kann, ist dass sich bei mir selber offensichtlich hier gerade an Glaubenssätze stöße weil natürlich du hast recht es geht ja nicht darum Wünsche zu erfüllen sondern es geht darum und da sind wir wieder bei der positiven Psychologie Menschen in ein gutes Umfeld zu setzen und sie aufblühen zu lassen.
00:31:24: Sie aufblühend zu lassen heißt aber eben nicht genau jeden Wunsch zu erfüllten sodass das eine was ich gerade bei mir wirklich sehr deutlich feststelle Das andere isso dieses tatsächlich dran hängen bleiben so an dieser an diesem ersten gedanken hat es funktioniert nicht und tatsächlich gar nicht ins machen zu kommen.
00:31:41: aber die frage ist ja dann manchmal wirklich nicht funktioniert eins zu eins so sind aber vielleicht ansätze daraus trotzdem umsetzbar und lohnt sichs nicht die trotz dem zu meiner et habe ich mich gerade wirklich sehr selbst dabei wie ich denke ja okay ich werde hier offensichtlich auch von glauben setzen gesteuert an vielen stellen
00:31:57: Ja, ich glaube die geilsten Ideen oder Dinge entstehen ja aus Verrückten.
00:32:03: Nicht eins zu eins so umsetzbar waren aber eben halt aufgrund dessen Aufgrund der Idee sind wieder neue Dinge entstanden und plötzlich kommst du halt zur Lösung Die hattest du vorher nicht auf dem Schirm.
00:32:14: Aber das ist auch so glaube ich eine menschliche Eigenschaft.
00:32:16: für sind viel zu schnellem Lösungsdenken Und dann kommt es geht nicht oder das macht man nicht ist ja auch eine Lösung.
00:32:24: Das ist nichts anderes als eine Lösung, aber die haben mir halt viel zu oft passiert.
00:32:29: Als es eben einfach zu tun und ich habe schon viele Kollegen erlebt ja die macht sich eben Gedanken was andere denken.
00:32:36: also ich weiß noch bei meinem Papa selbst als wir unseren Anbau unsere ursprüngliche Kanzlei die unter Denkmalschutz steht damals ja umgebaut haben Da hat mein Vater gesagt, dann müssen wir halt aufpassen was die Kunden denken.
00:32:52: Warum spielt das eine Rolle?
00:32:55: Das darf doch nicht meine Herausforderung sein.
00:32:57: natürlich gibt es Kunden die denken könnten da wandert mein Geld hin.
00:33:02: Dann würde ich sogar noch sagen, wenn der Kunde mir das sagt, hey ist doch geil, wenn dein Geld da hinwandert.
00:33:06: Und eben nicht irgendwo blöd im Konsum, wo es ja auch hinwandern könnte!
00:33:12: Die spannende Perspektive – das durfte ich in meiner Moderationsausbildung auch lernen – die spannende Verspektive da ist wieder natürlich... Also nimmst du den Raum von hundert Personen und natürlich wirst du zwanzig Personen in diesem Raum haben, die sagen, der Lemminger-Spint hat ja noch alle Latten am Zaun kommen.
00:33:30: Aber außerhalb dieses Raums mit hundert Personen stehen ja ganz viele andere, wo du vielleicht zwanzig oder sogar fünfzig findest die sagen Moment mal der macht dir das ja ganz.
00:33:38: also es ist immer so ein bisschen.
00:33:40: natürlich wirst du ebenal Leute finden dies nicht gut finden aber du wirst auch immer welche finden dies gut finden.
00:33:46: ob das jetzt immer gut ist können wir aktuell gesellschaftlich sich diskutieren.
00:33:50: aber es ist halt so du findest Anhänger
00:33:53: und deswegen ist es heute für mich so einfach.
00:33:55: ich brauche nur einen Menschen der es gut findet und dass bin ich selbst.
00:33:59: Also ich habe diese anderen Gedanken ja gar nicht mehr, dass das jetzt derjenige gut finde muss oder derjenig spielt für mich keine Rolle.
00:34:05: Wenn ich davon begeistert bin heißt es nicht, dass es nachher funktionierend aber ich setze es oben und das merkst du halt auch bei Zarrarias Zaster.
00:34:14: wir haben jetzt innerhalb von kürzester Zeit unsere komplette aktive Beratung wieder umgestellt weil mir bemerkt haben so stellen wir uns selbst die aktive beratung nicht vor Und jetzt funktioniert das unglaublich gut seit diesem Jahr.
00:34:27: Es ist unglaublich viel Aufwand und plötzlich habe ich diesen Aufwand wieder an der Backe, ja aber ich liebe es diese Begeisterung dahinter.
00:34:34: Wir entwickeln irgendwelche Rechner die Kunden eben dann nutzen können um sich das Leben zu vereinfachen.
00:34:40: da hilft uns auch die KI.
00:34:43: Aber das hätte ich vor einem halben Jahr oder zweitausendfünfundzwanzig überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt.
00:34:49: und dass wir morgen vielleicht einen Rechler auch verkaufen Und ich habe sofort wieder Kunden, das können Tausende oder Zehntausende sein die diesen Rechner wollen.
00:35:00: Das war nicht geplant!
00:35:02: Sondern das ist entstanden aus dem Tun.
00:35:04: Aber
00:35:04: auch da noch mal kritisch drauf geguckt, weil auch das ist doch eine Betrachtung aus einer relativ luxuriösen Position heraus oder?
00:35:15: Wenn ich auf was keine Lust mehr habe, dann mache ich es nicht mehr.
00:35:17: Das können wir ja tatsächlich nur machen wenn wir beispielsweise finanziell stabil genug stehen.
00:35:21: Das könnten wir nur machen, wenn wir unsere Miete trotzdem irgendwie bezahlen können oder?
00:35:25: Also das ist schon auch ne luxuriose Perspektive.
00:35:28: Ich glaube nicht, wie oft ich das höre.
00:35:32: Aber ich war doch vorher auch in der Situation, dass ich diesen Luxus nicht hatte.
00:35:36: Ich habe doch diesen Luxuss heute weil ich diesen Weg gegangen bin und ich bin nicht diesem Weg gegangen, weil ich den Luxus hatte!
00:35:43: Das ist der gewaltige Unterschied und das ist so ein unglaublich festzitzender Glaubenssatz.
00:35:49: also wir hatten früher auch vor zwei tausend siebzehn unglaubliche finanzielle Herausforderungen Auch in der Kanzlei und wir hatten siebzehn, achtzehn neunzehnt durch meine Veränderung damals unglaublicher Herausforderungen finanzieller Natur.
00:36:03: Wir haben Dinge umstellen müssen damit wir überleben.
00:36:06: Also ich habe selber erlebt dass es diese Ausrede im Endeffekt nur eine Ausredee ist.
00:36:12: Und das tun wir halt auch als Menschen in den meisten Fällen.
00:36:15: Wir rollen das Pferd von hinten auf statt zu sagen Das begeistert mich und das tue ich jetzt weil Das hat zur Folge, dass du erfolgreich sein wirst.
00:36:26: Aber wir glauben, wir müssen erst erfolgreich sein um dann das zu tun was dich begeistert.
00:36:31: Überleg dir das mal wie bescheuert ist das?
00:36:33: Ja ich kann dir tatsächlich schlecht etwas entgegenhalten weil es natürlich... Also ich habe gerade so gedacht ja jetzt bist aber irgendwie gehörst in der Randgruppe an also bis beispielsweise obdachlos ... und so oder so.
00:36:47: Und bis wirklich jeden Tag musst du drum kämpfen, irgendwie noch den nächsten... ... also einen Schlafplatz zu finden, den nächsten Tag irgendwie zu sichern?
00:36:56: Und da frage ich mich schon kann so jemand einfach sagen Ich möchte jetzt was nehmen wir als Beispiel Steuerberater werden.
00:37:05: Natürlich in der Theorie auf jeden Fall.
00:37:06: natürlich kann er irgendwie in eine Kanzlei laufen, sich ordentlich anziehen und das in der theorie funktioniert ist.
00:37:12: aber die Frage für mich ist es wirklich praktikabel?
00:37:16: Also ich glaube, das sind immer so ... kennst du ja auch so Kalendersprüche.
00:37:20: Ja?
00:37:20: Du kannst alles sein!
00:37:21: Ja, ja.
00:37:22: Gibt's auch so als Spruch... Ich halte von diesem Spruch nichts weil es geht nicht darum dass du alle sein kannst Es geht darum, dass du du bist.
00:37:30: Wo ich gar nicht widersprechen kann, ist ja eben genau diese Idee den eigenen Weg zu gehen.
00:37:35: Und was ich jetzt auch gemacht habe... Ich versuche natürlich dich so ein bisschen aus der Reserve zu locken in dem ich diese Null- und Hundert Beispiele mache.
00:37:43: Aber es gibt ja auch Zwischenstufen also das darf man da vielleicht auch nicht vergessen.
00:37:48: Das sind ja oft nur Orson und du musst diesen Weg für dich erstmal erkennen.
00:37:53: Du musst beispielsweise bei mir als Beispiel erkennen dass es offensichtlich nicht die fest angestellte Tätigkeit in der Unternehmensberatung ist, die glücklich macht und nicht das Gehalt von hunderttausend Euro plus das Glücklich macht sondern dass es eben an ganz anderen Stellen liegt.
00:38:09: Und das muss man natürlich aber auch zulassen für sich selbst.
00:38:26: Ja
00:38:27: genau das glaube ich tatsächlich auch.
00:38:28: Ich glaube ein großer Teil dieser Herausforderung beginnt schon damit, dass du den Gedanken zulassen musst, dass vielleicht Dinge anders gemacht werden wollen und dich natürlich dann auf den Weg gehen musst.
00:38:40: Und natürlich klingt es jetzt wenn du das so erzählst... Du hast gerade Kalendersprüche angesprochen, dann ist man natürlich schnell da irgendwie zu denken.
00:38:47: Ja ja gut jetzt betrachtet er aus seiner Perspektive raus der das jetzt irgendwie hingekriegt hat offensichtlich das und tut so als wäre es so leicht.
00:38:55: aber das ist schon auch wichtig.
00:38:56: zu verstehen glaube ich dass das ein Weg ist und auf diesen muss ich halt wollen.
00:39:00: Und ich werde dir natürlich nur erfolgreich verstreiten können, wenn du es auch willst glaube ich weil sonst brauchst das nicht machen.
00:39:05: Wenn du die Ausdauer hast und es Durchhalte vermögen dann wird's schwierig glaub' ich weil das ist... Hast Du ja auch schon dargestellt an ganz vielen Stellen auch schmerzhaft und funktioniert nicht.
00:39:14: von jetzt auf gleich.
00:39:15: Ja und da sage ich halt immer Es ist die Begeisterung ne?
00:39:17: Wenn Du die Begleisterung für diesen Weg oder für dass eben hast Dann gehst Du diesen Weg Weil auch bei Hindernissen oder Rückschlägen die Begeisterung ist ja trotzdem noch da.
00:39:28: Du brauchst nicht irgendeine Motivation, dass du jetzt jeden Tag laufen gehst.
00:39:32: Ja?
00:39:32: Auch da merkst du das wenn du dich jeden Tag motivieren musst, ein Ritual aufbauen musst damit es dir leichter fällt aber wenn du begeistert bist wie du läufst und das eben individuell Wie kannst du dafür sorgen dass du dafür die Begleisterung entfachst So, und dann kann es sein dass dir das eben gar nicht gelingt weil alles was du tust begeistert dich nicht.
00:39:53: Ja dann musst du natürlich da ansetzen so wie ich sie auch gemacht habe.
00:39:56: Dann muss ich halt andere Dinge tun.
00:39:58: Also was ist Wie wenn mir heute jemand sagt ja die Liebe entsteht?
00:40:04: Nein also oder noch anders formuliert das was ich tu liebe ich.
00:40:09: nein Das was Du liebst das tust Du Und nicht irgendwas im Korsett drücken und das tun wir eben oft
00:40:19: Ja, ja.
00:40:20: Ja ich habe eine letzte Frage Johannes die mir wirklich noch auf den Nägeln brennt.
00:40:25: das ist du hast vorhin so ganz grob beschrieben es war bei dir du hast ein Buch gelesen am siebzehnten April zwei tausend sieb zehn und es war ja so einen moment hast du gesagt du bist dann am nächsten tag in diese teamsitzung und das ging dir schlecht und es ging dir eigentlich auch die ganze zeit vorher schlecht.
00:40:40: glaubst du man braucht zonen Auslöser, so einen, ich nenn's mal Schuss vor den Bug um sich tatsächlich zu trauen, so ein Weg zu gehen.
00:40:50: Nein beim besten will nicht und auch an alle höheren.
00:40:54: ein schönes Beispiel ist doch wenn ich meine Kinder betrachte Ich will doch nicht dass meine Kinder zehn zwanzig dreißig Jahre irgendwie ein Weg gehen wo sie leiden Um dann irgendwann an einem Punkt vielleicht zu kommen Wo der Schmerzpunkt so hoch ist.
00:41:07: Das weiß ich ja gar nicht.
00:41:08: Weil auch hier haben wir Menschen die Eigenschaft, dass der Schmerzpunkt unglaublich hoch ist und wir Menschen den Schmerzen gar nie erreichen.
00:41:16: Ich habe ihn damals erreicht.
00:41:17: Ja das war mein persönlicher Weg.
00:41:20: aber ich wünsche mir natürlich, dass wir Menschen selbst schon in frühen Jahren erkennen da können wir wieder in der Schule einsteigen.
00:41:28: Dass
00:41:28: wir an der Schule Dinge Bible... beigebracht bekommen, dass wir uns gar nicht auf diesen Weg begeben.
00:41:34: Dass wir Dinge tun die wir nicht tun wollen.
00:41:37: Das wäre schon ein erster Einstieg.
00:41:39: Nein den Schmerzpunkt braucht es definitiv nicht.
00:41:41: Was glaubst du wie kriegen wir das hin?
00:41:43: Dass wir das alle schaffen und sagen okay wir lassen das irgendwie zu?
00:41:49: Also ich finde den Gedanken spannend, dass wir das schon in der Schule etablieren.
00:41:51: Aber es fällt mir tatsächlich auch schwer, das zu schaffen, weil das natürlich hochgradig individuell ist.
00:41:55: und am Ende musstest du theoretisch früh mit Persönlichkeitsentwicklung anfangen oder?
00:41:59: Du musst es früh sagen...
00:42:00: Genau!
00:42:02: Das ist der Punkt.
00:42:04: Mit Persönlichkeitsentwicklung kannst du nicht früh genug anfangen.
00:42:08: Und da heißt eigentlich immer so mein Satz an dem ich sage, du bist das wertvollste was es gibt in deinem Leben.
00:42:14: Und wenn du das nicht nur als Satz oder Kalenderspruch siehst, sondern auch wirklich verinnerlicht und auch wirklich so annimmst und verstehst.
00:42:22: Ja dann bist du unaufhaltbar.
00:42:26: Das ist auch wieder der Kalenderspruch – alles steckt schon in dir!
00:42:29: Der absolut zutrifft.
00:42:31: aber
00:42:32: eben nicht so als Kalendersspruch, sondern wenn du dir dessen bewusst bist, dann gibt es nichts was dich aufhalten kann weil dann bist Du halt auch auf Deinem Weg unterwegs.
00:42:40: Egal, monetäre Erfolg spielt gar keine Rolle.
00:42:44: Plötzlich wird es zweitrangig oder irgendwann so nebensächlich, weil du merkst hier wie andere Dinge zu Friedenheit in dir verursachen.
00:42:55: Es geht gar nicht um Glück.
00:42:57: Mir Menschen streben nach diesem Glück aber das Glück kann ich eben kaufen.
00:43:01: Du kaufst ja neues paar Schuhe oder das neueste Auto dann hast du diesen Glücksmoment.
00:43:07: Das hat nichts mit Zufriedenheit zu tun.
00:43:09: innere, wahrhaftige Zufriedenheit ist eben etwas ganz anderes und das ist unkäuflich.
00:43:14: Aber das liegt natürlich bei mir auch daran dass ich eben weiß wie es ist diese unglaubliche Unzufriedenkeit in sich zu tragen und das für mich heute mehr oder weniger noch einer Zufall ist, dass ich hier oft in diesem Leben bin.
00:43:27: ja das verstärkt natürlich dieses Gefühl, dass es gibt nichts wertvolleres als dich selbst.
00:43:34: und wenn der Mensch so sehen würde Dann hätten wir eine andere Welt.
00:43:38: Da bin ich nicht im Egoismus, das ist das Gegenteil von Egoismus.
00:43:41: Ja es ist wirklich spannend.
00:43:45: Ich merke selber dass sich da manchmal gedanklich schon noch an Hürden kommen weil das natürlich so aus der Weltsicht, aus der ich komme dann aber haben wir darüber gesprochen an diese natürlichen Grenzen stößt die aber halt vielleicht keine sind sondern die wirklich nur existieren weil man sie so im Kopf hat die aber de facto nicht da sind.
00:44:02: und das ist schon irgendwie interessant.
00:44:04: Den Gedanken mal.
00:44:05: Das ist, glaube ich auch die Einladung, die ich gerne jetzt an der Stelle aussprechen würde diesen Gedanken mal zuzulassen und sich mal wirklich zu fragen wenn man das hier gerade hört bin Ich wirklich zufrieden gerade oder mache ich meinen Job weil es halt mein Job isst aber ich finde ihn eigentlich wirklich kacke oder so.
00:44:19: also Ist schon interessant.
00:44:21: das ist der weg raus aus der illusion Und nachdem wie tief du in dieser Illusion schon dich eingenisst, das siehst du ja die Illusion gar nicht.
00:44:29: Ja, na klar!
00:44:30: Du glaubst
00:44:30: im Job der dich begeistert, du glaubst alles was du tust machst du weil du es liebst und alles ist trotzdem eine Illusion.
00:44:37: Ja und da sind wir wieder genau bei dem was das menschliche Gehirn zu leisten im Stande ist.
00:44:41: Das menschliche Gehirnt is verdammt gut darin sich selbst Dinge zu erklären und plötzlich für plausibel zu halten die man sieht aber nur selbst plausibilisiert hat.
00:44:50: also das ist schon wirklich ganz ganz interessant.
00:44:52: auch
00:44:52: Und deswegen, abschließend ist da echt meine Empfehlung nicht auf dem Kopf zu hören sondern auf das Bauch und auf das Herzgefühl.
00:45:00: Das tun wir eben viel, viel zu selten.
00:45:02: Die Herausforderung ist natürlich auch bietet dass du den vertraust.
00:45:07: Du musst dir selbst vertrauen können weil sonst ist das Bauchtgefühl oft auch halt nicht richtig.
00:45:12: Also du siehst es dreht sich dann sehr oft im Kreis und ja abschliessend noch sehr gerne jeder der unsere Kanzlei besuchen will ist herzlich willkommen.
00:45:21: Einfach mir schreiben und dann.
00:45:24: Freuen wir uns auf jeden Besuch
00:45:26: verlinke ich super gerne in den show notes.
00:45:29: und jetzt hast du gerade tatsächlich noch nicht.
00:45:31: wird es mir noch aufgefallen, ich kann auch ein dritten werbeblock schalten weil das würde ich gerne an der stelle machen.
00:45:35: Ich fange mal mit dir an johannes.
00:45:37: du hast nämlich einen eigenen podcast haben also ganz grob darüber gesprochen.
00:45:42: Da lohnt es sich auf jeden Fall reinzuhören, das ist interessant.
00:45:45: Du machst den auch schon eine Weile.
00:45:46: seit fünf Jahren hast du gesagt ne?
00:45:48: Ist ja schon ein
00:45:49: paar Folgen.
00:45:49: Ich habe jetzt zwei Podcaste, den Steuerpodcasten gibt es tatsächlich schon fünf Jahre und dann gibts eben noch dem Duo-Podcast.
00:45:56: Das ist alles in Anführungszeichen mit Persönlichkeitsentwicklung.
00:46:00: Dann gibt es jetzt auch schon über einen Jahr Ja und das tue ich mit Begeisterung beides!
00:46:04: Genau, also da auf jeden Fall gerne mal reinhören.
00:46:07: Du gibst ja auch nochmal so ein bisschen andere Einblicke eben wie ihr das angegangen habt oder wie du es angegangen bist was ihr auch in der Kanzlei... Wie es funktionieren kann und so weiter, also das ist da lohnt sich auf jeden Fall mal rein zu haben.
00:46:19: Dann hast du mir gerade einen Hinweis gegeben weil du über Bauchgefühle gesprochen hast gibt ein Buch dass ich persönlich sehr empfehlen kann ist auch an der eine oder anderen Stelle mit Wissenschafts ein bisschen untermalt von Gerd Gigarenza heißt bauchgefühl Und bestätig nämlich genauso das warum das menschliche Bauch gefühl an ganz vielen Stellen richtig liegt.
00:46:36: Also egal was man davon hält oder nicht ist auf jeden Fall ein Buch, das sich lohnt zu lesen.
00:46:40: Gibt man einen anderen Einblick?
00:46:42: Und du hast gerade eingeladen Johannes dass man bei dir vorbeikommen kann und das können wir an der Stelle auch einmal erzählen.
00:46:48: Wir waren bei euch mit Haufe und haben bei euch gedreht.
00:46:51: eine Folge unserer Kanzlei-Reportage Einblick!
00:46:54: Jetzt weiß ich nicht, wird zeichnen auf hier gerade am vierzehnten Juli.
00:46:58: Ich bin nicht sicher wann die Folge erscheinen wird und ob dann die Reportage schon draußen ist, aber behaltet das auf jeden Fall auch gerne mal im Blick.
00:47:06: Es gibt eine neue Einblick-Folge, die entweder jetzt schon da ist oder demnächst erscheint wo wir bei euch zu Gast sein durften und mal so ein bisschen gezeigt haben wie ihr arbeitet.
00:47:14: Und da ich spoiler jetzt mal ein bisschen... Ne, ich spoiler nicht!
00:47:17: Ich baue so'n bisschen die Spannung auf Ist schon interessant auch mal einen Einblick in eure Kanzlei zu bekommen weil sie nicht aussieht wie ne klassische Steuerkanzlei.
00:47:26: Das kann man glaube ich auch schonmal sagen
00:47:28: Ja definitiv.
00:47:29: Aber auch da hast du wieder das Authentische, also auch das für jeden Kanzleinhaber oder für jeden Mitarbeiter auch so ein Stichwort.
00:47:39: im Ende geht es um Authentizität.
00:47:41: aber was ist deine eigene Authentikität?
00:47:43: Das ist die Herausforderung!
00:47:46: Und da gibt's eben einen Einblick.
00:47:48: Du sprichst Deine Frau spricht dein Bruder spricht wir sprechen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
00:47:52: Also das kann ich jetzt schon empfehlen wird auf jeden Fall auch eine sehr schöne Folge.
00:47:57: Da bin
00:47:57: ich selbst gespannt.
00:47:58: Ja, ihr habt es ja auch noch nicht gesehen ne?
00:48:00: Ich kann dir schon mal was so verraten Johannes!
00:48:02: Ich spreche heute die Off-Texte ein und dann... ich hab den Schnitt schon gesehen Und jetzt fehlen nur noch die Off Texte und dann werdet ihr demnächst Post aus der Redaktion bekommen und dann eben alle Zuhörerinnen und Zuhörer wird auch nicht mehr lange dauern.
00:48:19: Dann können die das auch schon sehen oder sie sind's schon weiß ich jetzt nicht genau.
00:48:22: Ja sehr cool!
00:48:24: Bin ich mal gespannt.
00:48:25: Johannes, vielen, vielen Dank, dass du heute mal so ein bisschen geteilt hast was dich beschäftigt wie dein Weg war und wie zufrieden du auch auf diesem Weg bist.
00:48:32: Und wie sehr sich das für dich gelohnt hat.
00:48:34: also danke für die Offenheit auch!
00:48:36: Ja
00:48:36: ich danke dir.
00:48:37: es war mir eine große Freude und jederzeit wieder!
00:48:43: Das war verhört Steuerfällen auf der Spur mit Florian Weber.
00:48:51: Verpassen Sie keine Ermittlung und abonnieren sie uns in ihrem Podcast Kanal.
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